• 03.10.2011, 13:24:49
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Betriebsräte bestätigen: Gute wirtschaftliche Lage in oberösterreichischen Unternehmen

Linz (OTS) - Die Geschäftsbücher in den oberösterreichischen
Unternehmen sind voll. Etwa zwei Drittel der Betriebsräte/-innen
beurteilen die derzeitige Geschäftslage des eigenen Betriebs als
"sehr gut" bzw. "gut". Das ist eines der Ergebnisse einer aktuellen
Befragung unter den Betriebsratsvorsitzenden in Oberösterreich.

"Die kommenden Lohn- und Gehaltsabschlüsse beziehen sich auf das
laufende Jahr. Die Forderung nach Zurückhaltung der
Arbeitnehmer/-innen hat daher keine sachliche Grundlage. Gerade
angesichts der vom WIFO prognostizierten wirtschaftlichen Eintrübung
sind ordentliche Lohnerhöhungen als wichtige Stütze der Konjunktur
unabdingbar", sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Die Befragung wird jährlich vom Institut für Sozial- und
Wirtschaftswissenschaften (ISW) der AK Oberösterreich durchgeführt.
Der Befragungszeitraum war September 2011. Zusätzlich zu den zwei
Dritteln der Betriebsräte/-innen, welche die Geschäftslage des
eigenen Unternehmens als "sehr gut" und "gut" bezeichnen, berichtet
ein weiteres Viertel von einer "eher guten" Geschäftslage. Nur etwa
zehn Prozent sprechen von einer negativen Geschäftslage. Die
Geschäftsentwicklung für die nächsten sechs Monate wird ähnlich
positiv eingeschätzt.

Unter
http://www.arbeiterkammer.com/online/wirtschaftliche-lage-in-ooe-betr
ieben-63587.html finden Sie eine Grafik zur Beurteilung der
Geschäftslage durch Betriebsräte in Oberösterreich.

Im Vergleich zu den Befragungsergebnissen des Vorjahres hat sich
die Situation deutlich verbessert. 2010 berichteten etwa 15 Prozent
der Betriebsräte/-innen von einer negativen Geschäftslage. Von einer
"sehr guten" Geschäftslage gingen 2010 nur etwa 20 Prozent der
Befragten aus. In der diesjährigen Befragungswelle waren es mit 30
Prozent um die Hälfte mehr.

Fest steht, dass die oberösterreichischen Betriebe im vergangenen
Jahr sehr gute Ergebnisse erzielten: 85 Prozent der
Betriebsräte/-innen geben an, dass ihr Betrieb im abgelaufenen
Geschäftsjahr Gewinne gemacht hat, etwa 30 Prozent sprechen sogar von
hohen Gewinnen. "Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen davon
einen gerechten Anteil erhalten", fordert Kalliauer.

Die gute bisherige Entwicklung wird auch durch die
Wirtschaftsforschung bestätigt. 2010 ist das Wirtschaftswachstum
höher als erwartet ausgefallen und auch für 2011 sind die Prognosen
recht gut. Laut WIFO wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) heuer real
um 2,9 Prozent wachsen. Der IWF hat im Herbst seine Prognose für das
Wachstum in Österreich 2011 von 2,4 auf sogar 3,3 Prozent nach oben
revidiert.

"Angesichts der für 2012 erwarteten Abschwächung des
Wirtschaftswachstums ist eine Reallohnerhöhung auch ökonomisch
sinnvoll", so AK-Präsident Kalliauer. Sparpolitik und mäßige
Lohnentwicklung bei hohen Gewinnen würgen das Wirtschaftswachstum ab.
Nur durch eine Stärkung der Kaufkraft - insbesondere bei den unteren
Einkommen - kann ein neuerlicher Konjunktureinbruch verhindert
werden, argumentiert der AK-Präsident. "2010 und 2011 mussten die
Beschäftigten Reallohnverluste hinnehmen, damit muss endlich Schluss
sein", fordert Kalliauer der mit Blick auf den hohen Rückgang der
industriellen Lohnstückkosten 2010 um fast 6 Prozent im Vergleich zum
Vorjahr ordentliche Reallohnzuwächse fordert.

Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Dr. Walter Sturm
Tel.: (0732) 6906-2192
mailto:[email protected]
http://www.arbeiterkammer.com

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