• 03.10.2011, 13:14:34
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Kannegiesser: IG-Metall-Forderung kostet Lehrstellen

Essen (ots) - Metall-Arbeitgeberchef Martin Kannegiesser sieht durch
die Forderung nach einer unbefristeten Übernahme aller Auszubildenden
Lehrstellen in Gefahr. "Die Forderung der IG Metall kostet
Ausbildungsplätze, sie schafft eine neue Einstellungsbarriere. Einem
Schulabgänger sieht man nicht an, ob er später ein Dauermitarbeiter
werden kann. Viele Unternehmen werden sich dann zweimal überlegen, ob
sie einen jungen Menschen einstellen", sagte Kannegiesser den
Zeitungen der Essener WAZ-Mediengruppe (Dienstagausgabe). Die IG
Metall hatte am Wochenende auf ihrem Jugend-Aktionstag angekündigt,
in der Stahl-Tarifrunde das Thema mitverhandeln zu wollen. "Es ist
nicht hinnehmbar, dass jeder dritte junge Mensch unter 35 noch nie in
einer festen Beschäftigung arbeiten konnte. Generation Prekär - das
ist ein Zustand, den dürfen und können wir uns nicht erlauben",
begründete Oliver Burkhard, IG-Metall-Chef in NRW. Kannegiesser sieht
dadurch vor allem schwächere Jugendliche im Nachteil: "Wir müssen
künftig mehr lernschwache Jugendliche ausbilden, denn wir werden sie
brauchen. Durch eine Pflicht zur Dauer-Übernahme werden sie
ausgegrenzt."

Rückfragehinweis:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
[email protected]

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