• 03.10.2011, 10:59:46
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ÖH: Kürzungen bei Heimförderungen müssen zurückgenommen werden

Studierendenheime sind Grundlage sozialer Absicherung

Wien (OTS) - Mit Beginn des Semesters sind heute immer noch viele
StudienanfängerInnen auf Wohnungssuche. Die Suche erweist sich aber
für Viele schwieriger als erwartet. "Der Wohnungsmarkt für
Studierende ist sehr knapp. Das Angebot grenzt sich schnell ein, wenn
man mit durchschnittlich 900 Euro im Monat für sämtliche
Lebenserhaltungskosten auskommen muss. Die Schaffung von
kostengünstigem Wohnraum ist als Teil der sozialen und finanziellen
Absicherung von Studierenden unumgänglich," macht Martin Schott auf
die schwierige Situation aufmerksam.

"Umso unverständlicher ist für uns, dass die Förderungen für
Studierendenheime immer weiter gekürzt werden," so Janine Wulz vom
Vorsitzteam der ÖH. "Bis 2013 sollen die Förderungen durch das
Wissenschaftsministerium um 5 Millionen Euro gekürzt werden - das
gleicht beinahe einer Halbierung der Fördermittel. Hinzu kommt die
Streichung der Sanierungsförderung, durch die den Heimen noch weitere
Gelder fehlen. Dass die Kosten in Form von bis zu 100 Euro höheren
Mieten auf die Studierenden umgewälzt werden sollen, steht momentan
scheinbar außer Frage. Ein vorgehen das inakzeptabel ist."

Rund 10% der Studierenden leben in Heimen. Laut
Studierendensozialerhebung 2009 sind für einen Großteil der
HeimbewohnerInnen vor allem die niedrigen Wohnkosten (72%) und die
vorhandene Grundausstattung (68%) Gründe dafür das Studierendenheim
einer eigenen Wohnung oder einer WG vorzuziehen. "Diese Zahlen zeigen
deutlich, dass Studierendenheime vor allem für sozial schwache
Studierende eine Notwendigkeit darstellen, um sich studieren leisten
zu können", ärgert sich Peter Grabuschnig, ÖH Generalsekretär, über
die Kürzungen. "Studierendenheime die preislich nicht mehr günstiger
sind, als im Mittelfeld rangierende WG Zimmer, erfüllen nicht mehr
ihren ursprünglichen und wichtigen Zweck: Studierende eine günstige
Wohnalternative zu bieten."

"Wenn Minister Töchterle die soziale Absicherung der Studierenden
ernst nimmt, ist es höchste Zeit diese Kürzungen umgehend rückgängig
zu machen. Ansonsten beweist er sich einmal mehr als Minister leerer
Worte," so das Vorsitzteam der ÖH abschließend unisono.

Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Johanna Griesmayr, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 212
mailto:[email protected]
http://www.oeh.ac.at/

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