• 03.10.2011, 10:44:57
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UN-HABITAT-Tag 2011: Verstädterung und Klimaschutz

World HABITAT Tag am 3. Oktober, Best Practices Hub Wien & Projekt smart city Wien

Wien (OTS) - Immer am ersten Montag im Oktober findet der World
HABITAT Tag (Tag der Städte) statt. An diesem Tag wollen die
Vereinten Nationen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die
ansteigende Verstädterung der Welt richten. Heuer fällt der Tag der
Städte auf den 3. Oktober. Das Generalthema, das heuer diskutiert
wird steht ganz im Zeichen des Klimaschutzes. Dabei geht es um den
Einfluss von Städten auf das weltweite Klima und umgekehrt.
Strategien sollen aufgezeigt werden, wie Städte auf Entwicklungen in
diesem Bereich reagieren können.

"In diesem Jahr richten wir unser Augenmerk auf den Einfluss, den
Städte auf das weltweite Klima ausüben und, umgekehrt, auf den
Einfluss, den die Klimaveränderung bereits jetzt auf die Städte hat.
Wir wollen zeigen, wie Städte auf den Klimawandel reagieren können,"
so Joan Clos, Generaldirektor von UN-HABITAT. "Seit Mitte 2011
rechnen wir mit 7 Milliarden Menschen, die auf der Welt leben. Mehr
als die Hälfte von ihnen lebt in Städten. Wir müssen davon ausgehen,
dass es innerhalb von nur einer Generation über zwei Drittel sein
werden. Wie mit dieser Verstädterung umgegangen wird, ist eine der
größten Herausforderungen, die sich in Bezug auf die Klimapolitik
stellt. Wir müssen anerkennen, dass die größten Auswirkungen von
Klimaereignissen in Städten ihren Ausgangs- und Endpunkt haben."

Der offizielle World HABITAT Tag wird dieses Jahr auf Einladung
Mexikos in Aguascalientes begangen. Wie Heriberto Félix Guerra,
Minister für Soziales in Mexiko in einer Pressekonferenz mitteilte,
leben schon heute mehr als die Hälfte der 110 Millionen Mexikaner in
Städten. Ein Drittel der Stadtbewohner lebt in informellen
Siedlungen. Dennoch generieren Mexikos Städte schon heute 70 Prozent
des gesamten Kohlendioxidausstoßes des Landes. Dem Bedarf an 20
Millionen Wohnungen ist nur durch einen generellen neuen
Planungsansatz und durch ein neues Bild städtischer Entwicklung zu
begegnen.

Best Practices Hub - Wien

Die Stadt Wien arbeitet mit UN-HABITAT bereits seit 1996 in einer
Kooperation, die das Monitoring der städtischen Lebensbedingungen zum
Ziel hat. Um die Eingreifmöglichkeiten städtischer Politik zu
erhöhen, hat UN-HABITAT das Best Practices and Local Leadership
Programm ins Leben gerufen. Das Best Practices Hub - Wien, das bei
TINA VIENNA, einem Unternehmen der Wien Holding integriert ist, ist
darin eines der regionalen Zentren, die Programme erheben, auswerten,
und auf ihr Transferpotenzial für andere Städte untersuchen. Auch die
Programme der Stadt Wien werden dieser internationalen Evaluation
unterzogen. Auf dieser Basis wurde das Wiener Projekt ÖkoKauf im
April 2011 mit dem Best Practices Award von UN-HABITAT ausgezeichnet.
Im Rahmen einer Ausstellung wird ÖkoKauf Wien auch in Mexiko während
des World HABITAT Tages vorgestellt.

Smart City Wien

Bereits 1991 trat die Stadt Wien dem österreichischen
Klimabündnis, dessen Ziel eine nachhaltige Reduktion von Emissionen
an Treibhausgasen - vor allem Kohlendioxid - ist, bei. Seitdem ist es
ein erklärtes Ziel der Wiener Stadtpolitik in Bezug auf den
Klimaschutz eine Vorreiterrolle einzunehmen. Es gibt bereits eine
Vielzahl an Wiener Lösungen in diesem Bereich, wie beispielsweise das
Klimaschutzprogramm KLIP, das Städtische-Energieeffizienz-Programm
SEP, das Ausbauprogramm für den leistungsfähigen öffentlichen Verkehr
oder den Wiener Stadtentwicklungsplan STEP, der den Rahmen für eine
zukunftsorientierte räumliche Gesamtentwicklung Wiens bildet.

Die Herausforderungen der globalen Energie- und Klimasituation
erfordern auch für Wien, sich permanent mit der Erforschung von
Technologien und Systemen zur Bewältigung der brennenden
Zukunftsfragen zu beschäftigen. Um eine führende Rolle in der
europäischen Forschung und Technologieentwicklung einzunehmen,
beteiligt sich Wien gemeinsam mit einigen anderen Vorreiter-Städten
derzeit an Ausschreibungen zum "Strategic Energy Technology Plan"
(SET-Plan) der Europäischen Union, im Rahmen dessen bis 2020 11 Mrd.
EUR Projektvolumen im Bereich "Smart Cities" in Vorzeigestädten in
Europa ausgelöst werden sollen. Der österreichische Klima- und
Energiefonds unterstützt österreichische Städte bei der Vorbereitung
zur Teilnahme an diesem EU-Förderprogramm. Wien arbeitet daran,
smarte Energieversorgungssysteme zu konzipieren und tatsächlich zu
implementieren.

Der Wiener Smart Cities Ansatz beinhaltet einen breit gestreuten
Stakeholder Prozess, der die relevanten Akteure bei der
Technologieentwicklung miteinander vernetzen soll. VertreterInnen aus
Stadtverwaltung, Energieversorgung, Industrie und Finanzwirtschaft,
Wissenschaft und Forschung sowie Interessensvertretungen wurden
eingeladen, sich im Rahmen von drei Stakeholderforen aktiv
einzubringen.

Mit der Entwicklung einer Vision für die längerfristige Zukunft
Wiens, einer Roadmap für die energieeffiziente und klimaschonende
Entwicklung der Stadt bis 2020 und eines entsprechenden Action Plans
für die nächsten 3-5 Jahre wird damit im Rahmen von smart city Wien
die Chance ergriffen, der Stadtpolitik und -administration fundierte
Grundlagen für Zukunftsentscheidungen aufzubereiten und das Gerüst
für tiefer gehende Forschungen im Rahmen der Industrieinitiativen des
SET-Plans der EU zu schaffen.

DIA Best Practices Award von UN-HABITAT

Im Rahmen des HABITAT Tages wird auch offiziell zur Einreichung
von städtischen Programmen zum DIA Best Practices Award von
UN-HABITAT 2012 aufgerufen. Zum 9. Mal wird im März 2012 der DIA
Award for Best Practices von UN-HABITAT vergeben. Er ist der älteste
Preis für innovative städtische Programme, wurde 1996 ins Leben
gerufen und wird seitdem von Dubai gesponsert. Alle zwei Jahre wird
er an zehn herausragende städtische Programme vergeben.

Als Partner des Best Practices Programm von UN-HABITAT unterstützt
das Best Practices Hub - Wien die Durchführung des DIA, indem es die
notwendige Expertise für die Evaluierung auf dem Gebiet der
städtischen Umwelttechnologien und regional für Best Practices
Einreichungen aus Mittel- und Osteuropa zur Verfügung stellt. Den
EinreicherInnen bietet das Best Practices Hub - Wien fachliche
Unterstützung.

Weiterführende Informationen zum Best Practices Hub der Stadt Wien,
dem DIA Award und zum Projekt smart city Wien:

TINA VIENNA Urban Technologies & Strategies GmbH
www.tinavienna.at
Best Practices Hub - Wien
www.bestpractices.at
UN HABITAT, Global Report on Human Setllements
http://www.ots.at/redirect/unhabitat1

Rückfragehinweis:

PID-Rathauskorrespondenz:
   www.wien.gv.at/rk/
   TINA VIENNA Urban Technologies & Strategies GmbH
   Mag.(FH) Birgit Ginzler
   Tel. +43 1 4000 84270
   [email protected]
   www.tinavienna.at
   
   Best Practices Hub - Wien
   Ariane Müller
   [email protected]
   www.bestpractices.at

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