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OTS0041   3. Okt. 2011, 09:20

Gedanken zum morgigen Welt-Tierschutztag: Folgen unseres exzessiven Fleischkonsums

ANIMAL SPIRIT: Mix aus theoretischen und praktischem Tierschutz wichtig


Laaben (OTS) - Der 1. Oktober war Welt-Vegetariertag und am
morgigen Dienstag, dem 4. Oktober, ist bekanntlich
Welt-Tierschutztag. Beide Tage gehen auf den Heiligen Franz von
Assisi zurück, dem Schutzpatron aller Tiere, der der Überlieferung
nach selbst auch Vegetarier war. Die weltweit größte Tierausbeutung
geht nämlich nach wie vor vom exzessiven menschlichen Fleischkonsum
und der damit verbundenen extremen Tierausbeutung aus: So werden
jährlich ca. 60 Milliarden "Nutz"-Tiere für die menschliche Ernährung
geschlachtet, Fische und sog. "Meeresfrüchte" noch gar nicht
eingerechnet.

Dazu Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT:
"Die (Massen-)Tierhaltung ist laut einer FAO-Studie für 18% der
globalen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich und somit mehr am
Treibhauseffekt beteiligt als das gesamte weltweite Verkehrswesen!
Mehr als 50% der Wasserverschmutzung in Europa wird durch die
Massentierhaltung verursacht, die Erzeugung von nur einem Kilogramm
Rindfleisch verbraucht sage und schreibe 15.000 Liter Wasser! Zudem
vergrößert hoher Fleisch-Konsum die Gefahr von Krebs,
Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck, Gicht sowie der
- v.a. bei Jugendlichen immer mehr verbreiteten - Fettleibigkeit. Und
über 40% der weltweiten Getreideernte werden an unser "Nutz"-Vieh
verfüttert, während ca. 1 Milliarde Menschen hungern muß! Wenn man
also persönlich etwas für die Rettung dieses Planeten beitragen will,
ist nichts so effizient wie weniger oder besser kein Fleisch mehr zu
essen."

Nicht nur theoretischer sondern v.a. täglicher praktischer Tierschutz
wichtig

ANIMAL SPIRIT will aber nicht nur theoretisieren, sondern setzt
sich seit seiner Gründung 2002 v.a. auch für die direkte Tierrettung
und Befreiung ein - u.a. durch Betreiben von 2 Gnadenhöfen in NÖ und
OÖ, wo wir mittlerweile ca. 450 gerettete Tiere beherbergen. Auch
konnten wir diesen Herbst bereits wieder 50 (!) Pferdekindern durch
Freikauf und Vermittlung das Leben retten. Vergangenes Wochenende
waren es nochmal 6 vom Tiroler Zuchtverband "ausgemusterte"
Haflingerfohlen, die - bevor sie zum Schlachthof nach Italien oder
Belgien gegangen wären - von uns freigekauft wurden und heute per
Schutzvertrag an gute private End-Plätze vermittelt werden.

Dr. Plank weiter: "Wie jeden Herbst werden und wurden auch heuer
wieder weit über Tausend Haflinger- und Norikerfohlen auf
Pferdemärkte gekarrt und zum Kilopreis an Viehhändler und
italienische oder belgische Schlachthöfe verkauft - dort gilt
Fohlenfleisch nach wie vor als "Delikatesse". Schon seit acht Jahren
arbeitet ANIMAL SPIRIT daran, die Gepflogenheiten der
österreichischen Zuchtverbände bekannt zu machen und die überbordende
"Zucht für den Schlachthof" zumindest einzudämmen. Eine entsprechende
Petition mit 5000 Unterschriften wurde allerdings letzten Winter von
Landwirtschaftsminister Berlakovich (ÖVP) geflissentlich ignoriert."

Unter dem Deckmantel der "Erhaltung seltener Haustierrassen"
produzieren die Züchter - sogar mithilfe von EU-Subventionen - Jahr
für Jahr unzählige Fohlen, obwohl allen Beteiligten völlig klar ist,
daß ein Großteil dieser Fohlen im "Alter" von drei bis sechs Monaten
in die Fleischproduktion verschachert werden. Die letzte große
Versteigerung findet heuer am 25. Oktober in Maishofen statt, wo wir
wieder mit Infostand und Pferdeanhängern dabei sein werden. Gute
End-Plätze sind also nach wie vor gesucht: Infos bzw. Anfragen an
office@animal-spirit.at.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
030920 Okt 11 ANI0001 0503



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Rückfragehinweis: Animal Spirit
Dr. Franz-Joseph Plank
Tel.: 0676 708 24 34
office@animal-spirit.at
http://www.animal-spirit.at

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