Kampagne Fairsicherung des SWV Wien trägt Früchte
Antrag des SWV zur Absicherung für Selbstständige einstimmig angenommen
Wien (OTS) - Mit seiner Kampagne "Fairsicherung" hat der
Sozialdemokratische Wirtschaftsverband Wien (SWV) in den letzten
Monaten immer wieder auf die Ungerechtigkeiten bei der sozialen
Absicherung vieler Selbständiger hingewiesen.
Österreich hat zwar weltweit eines der besten Sozialsysteme, doch
erfahren Selbständige, Unternehmerinnen und Unternehmer in vielen
Bereichen der Sozialversicherung eine deutliche Schlechterstellung
als etwa Versicherte nach dem ASVG.
Noch vor dem Sommer wurden die vom SWV im Wirtschaftsparlament
eingebrachten Forderungen zur Verbesserung der Situation vom
ÖVP-Wirtschaftsbund abgelehnt. Bemerkenswert ist nun, dass in einem
wichtigen Fachgruppenausschuss, dem auch Anja Hasenlechner, die
Stellvertreterin von Präsidentin Jank im Wirtschaftsbund, angehört,
der Antrag einstimmig angenommen wurde.****
"Es ist dem SWV Wien gelungen, die Diskussion zum Thema Fairsicherung
anzustoßen und damit Bewegung in die richtige Richtung zu bringen",
sagt Fritz Strobl, Präsident des Sozialdemokratischen
Wirtschaftsverbandes Wien (SWV). Und weiter: "Es ist erfreulich, dass
hier ein Umdenken stattfindet. Ich sehe dies als deutliches Signal an
die kleinen und mittleren Betriebe und vor allem an die vielen
Einpersonenunternehmen in der Kreativwirtschaft, dass Selbständigkeit
nicht zur Armutsfalle werden darf."
Aufgrund der wirtschaftlich sehr schwierigen Situation sind auch
viele Selbständige in den Unternehmen der Werbung- und
Marktkommunikation betroffen. Im entsprechenden Fachgruppenausschuss
der Wirtschaftskammer Wien wurde gestern der Antrag zur
Gleichstellung der Mitglieder der Sozialversicherungsanstalt mit
folgenden Forderungen einstimmig angenommen.
-Abschaffung der 20% Selbstbehalt im GSVG
-Sofortige Senkung der Mindestbetragsgrundlage
-Aussetzung des SVA-Betrages während der Monate der Karenz bzw.
während des Kindergeldbezuges durch Änderung der Berechnungsgrundlage
und Stundung der Nachzahlung während der Zeit der Karenz und des
Kindergeldbezuges
-Mehr individuelle Transparenz durch Service und Information
-Neugestaltung des Mahn- und Exekutionswesens der SVA im Falle
finanziell schwieriger Unternehmersituationen
-Maßnahmen gegen die drohende Altersarmut vieler kleiner
Selbständiger
-Einführung eines Krankengeldes für EPU
-Anhebung des Wochengeldes für Schwangere
(Schluss)
Stephan Kögl
Tel.: +43(1)5224766-25 oder +43(664) 88540079
stephan.koegl@swv.org
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