• 29.09.2011, 14:35:26
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Grüne Wien, Ottakring/Maresch, Kovacs zu OWS: "Wir kämpfen weiter für die Interessen der AnrainerInnen"

Wien (OTS) - "Ich freue mich sehr, dass die gestrige
BürgerInnenversammlung zum Thema Otto-Wagner-Areal in der Garage
Spetterbrücke so gut besucht war," so der Klubvorsitzende der Grünen
Ottakring, Joachim Kovacs fest. "Nun sollten auch Gesiba und Vamed
erkannt haben, dass es ein Fehler war, im bisherigen Prozess mit
Informationen zu geizen. Wir fordern daher für die Zukunft
größtmögliche Transparenz und werden uns gleichzeitig auf
Bezirksebene für die Erstellung eines Verkehrskonzeptes im Interesse
der BürgerInnen einsetzen," so Kovacs weiter.

Die Grünen waren die einzige Partei, die sowohl 2006 gegen die
Widmung, als auch 2008 gegen den Verkauf gestimmt haben. "Wir waren
diejenigen, die als erste die Notwendigkeit eines Verkehrskonzeptes
erkannt haben und haben die Erstellung eines solchen bereits 2006 im
Gemeinderat beantragt", verdeutlicht Gemeinderat Rüdiger Maresch die
grüne Position. Das auf dieser Basis erarbeitete und gestern den
BürgerInnen präsentierte Gutachten, dass bereits in der letzten
Legislaturperiode beauftragt wurde, stellt mit Sicherheit nicht der
Weisheit letzten Schluss dar. "Das vorliegende Konzept stimmt uns
nicht zufrieden. Es muss überarbeitet werden. Dabei soll man Bezug
nehmen auf die Anliegen und Anregungen der AnrainerInnen, denn sie
sind die direkt Betroffenen des zusätzlichen Verkehrsaufkommens,"
stellt Maresch klar.

"Mit einem "Allheilmittel" wird sich die zusätzliche Last nicht
bewältigen lassen, vielmehr müssen zahlreiche Hebel in Gang gesetzt
werden, um rechtzeitig "Horrorszenarien" abzuwenden.

Unsere Empfehlungen für die Verkehrsplanung lauten daher:

+ bessere Intervalle und eine bessere Anbindung des öffentlichen
Verkehrs
+ Die Busse 48A und 47A müssen näher an das Areal angebunden werden
+ Einführung des Parkpickerls im gesamten 16. Bezirk, inklusive einer
Sonderregelung für die KleingärtnerInnen; Ziel: Verkehrsberuhigung am
Flötzersteig durch Parkraumbewirtschaftung im Westen Wiens. Dies
macht den Flötzersteig aufnahmefähig für zusätzliches
Verkehrsaufkommen und verhindert ein Ausweichen auf kleine Gassen
+ Kindergarten, Schule und Nahversorger
+ Alternative Ein-und Ausfahrten: die Reizenpfenninggasse darf nicht
die ganze Last tragen! Wir fordern mindestens eine Ausfahrt auf die
Sanatoriumsstraße zu verlegen. AnrainerInnenfreundliche
Verkehrsplanung statt Schleichverkehr in kleinen Gassen
+ Erwirkung eines LKW- Fahrverbotes im Bereich
Demuthgasse/Michalekgasse

Gesiba und Vamed haben lange Zeit zu wenig informiert, die rot-grüne
Bezirksregierung hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Fehler in
Verkehrsfragen keinesfalls zu wiederholen. Wir stehen für Transparenz
und Mitsprache der BürgerInnen.

Den traurigsten Auftritt legte gestern aber einmal mehr die blaue
Chaostruppe hin. 2006 widmeten sie zunächst eifrig mit, 2008
verkauften sie mit ihren Stimmen den Ostteil des Otto Wagner Areals
gemeinsam mit der ÖVP an die Gesiba und gestern waren sie dann
plötzlich dagegen. "Es ist erschreckend, wie hier mit den Anliegen
der BürgerInnen gespielt wird, und hier bewusst Tatsachen verkehrt
werden. 2006 haben sie gewidmet, 2008 das Areal verkauft, 2011 sind
sie dagegen und 2013 wohnen sie vermutlich dort", zeigt sich Kovacs
entsetzt über die blaue Dreistheit.

Rückfragehinweis:
Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, [email protected]

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