- 29.09.2011, 13:46:10
- /
- OTS0215 OTW0215
Die AK sagt Ja zur Ganztagsschule in Oberösterreich, aber Nein zu den verstaubten Plänen der Landesrätin
Linz (OTS) - Wenn der oberösterreichische Landtag heute das
Angebot des Bundes annimmt und eine Vereinbarung über den Ausbau
ganztägiger Schulen trifft, ist das gut und hoch an der Zeit. "Es
geht dabei aber nicht um bloße Aufbewahrung, sondern um ein
qualitativ hochwertiges Bildungs- und Freizeitangebot", so
AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.
Nur rund fünf Prozent aller Pflichtschüler/-innen in
Ober-österreich besuchen derzeit eine ganztägige Schule. Nur in Tirol
ist der Anteil der Ganztagsschüler/-innen noch geringer. "Es ist
daher höchste Zeit für einen flächendeckenden Ausbau des Angebots an
Ganztagsschulen", sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. Dabei gehe
es aber nicht nur um eine ganztägige Aufbewahrung der Kinder, sondern
um eine qualitativ hochwertige Ganztagsschule.
Das Bild, das Bildungslandesrätin Hummer gestern von der
ganztägigen Schule gezeichnet hat, ist verstaubt und entspricht nicht
den aktuellen Bedürfnissen der Menschen.
Ganztagschulen müssen mehr leisten.
Die Schule hat auch die Aufgabe, unterschiedliche Startchancen
auszugleichen und die individuellen Begabungen aller Kinder
bestmöglich zu fördern. Die Halbtagsschule wird diesen Anforderungen
nicht mehr gerecht. Es fehlt an Zeit für das Wiederholen und
Vertiefen, es mangelt an der Verantwortung für Lernergebnisse, was
unter anderem der Boom der teuren Privatnachhilfe verdeutlicht.
Übungsphasen werden zu den Eltern ausgelagert.
Individuelles Fördern braucht pädagogische Kompetenz und Zeit.
Auch für sportliche und kulturelle Aktivitäten, für ein soziales
Miteinander bietet die Halbtagsschule zu wenige Möglichkeiten.
"Ganztagskasernierung bringt nichts, im Gegenteil! Wer bei der
Qualität spart, spart unsere Jugend kaputt und verstärkt damit eine
gesellschaftliche Entwicklung, die allen schadet. Wenn Schulen mehr
Zeit für Bildung anbieten, müssen sie zum attraktiven Lebensraum
werden, damit sich Schüler und Lehrer wohlfühlen."
Das Anfang November angesetzte Bildungsvolksbegehren fordert genau
deshalb eine qualitätsvolle Ganztagschule in verschränkter Form (=
Lern- und Freizeitphasen sind über den ganzen Tag verteilt). "Auch
deshalb unterstütze ich das Volksbegehren, weil unsere Kinder mehr
brauchen als die Nachmittagsbetreuung von gestern", so Kalliauer.
Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Mag. Dominik Bittendorfer
Tel.: (0732) 6906-2191
mailto:[email protected]
http://www.arbeiterkammer.com
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKO






