Kindergesundheitsstrategie (1) - Gesundheitsminister Stöger will Kindergesundheit ausbauen
Handlungsempfehlungen für die Stärkung der Kindergesundheit in allen relevanten Bereichen präsentiert
Wien (OTS/SK) - Bei der Präsentation der
Kindergesundheitsstrategie am Donnerstag im Wiener Museumsquartier
betonte Gesundheitsminister Alois Stöger, dass es wichtig ist,
ressortübergreifend an der Verbesserung der Kindergesundheit in
Österreich zu arbeiten. "Wir müssen den Dialog gemeinsam weiterführen
und uns fragen, was wir im Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen
für die Kindergesundheit beitragen können. Es geht dabei nicht nur um
Krankheitsversorgung", bekräftigte der Minister. Die
Kindergesundheitsstrategie enthält Handlungsempfehlungen und konkrete
Projekte, die die Gesundheit der Kinder in Österreich stärken sollen.
"Österreich soll auch in der Kindergesundheit die
Weltmarktführerschaft innehaben", so der Minister. ****
"Kinder haben keine Lobby. Wir wollen Kinder unterstützen und ihnen
zeigen, dass sie einen wichtigen Stellenwert in unserer Gesellschaft
haben. Es ist wichtig, Kinder nicht als kleine Erwachsene
wahrzunehmen, sondern sie in ihrer Lebenswelt ernst zu nehmen",
betonte Stöger. Im April 2010 wurde daher auf Initiative des
Gesundheitsministeriums der Kindergesundheitsdialog gestartet. Sechs
Arbeitsgruppen, in denen partei- und ressortübergreifend 180
Expertinnen und Experten mitgearbeitet haben, haben gemeinsam eine
Strategie für die Verbesserung der Kindergesundheit in Österreich
entwickelt. Das Ergebnis des Dialogs ist die
Kindergesundheitsstrategie. Stöger sieht die Präsentation als
"Zwischenpräsentation", denn jetzt gehe es an die Umsetzung und auch
Weiterentwicklung der erarbeiteten Strategien.
Ein wichtiges Thema im Kindergesundheitsdialog war die
Berücksichtigung armutsgefährdeter Kinder: "Wir wissen, dass es in
Österreich 250.000 armutsgefährdete Kinder gibt, 90.000 leben in
Armut. Sie haben ein viel größeres Risiko, krank zu werden."
Die Kindergesundheitsstrategie beinhaltet Handlungsempfehlungen für
die Bereiche Gesundheitsförderung und Prävention, Versorgung,
psychosoziale Gesundheit, Rehabilitation,
Risikoschwangerschaft/Risikogeburt sowie Kinder-Arzneimittel. Einige
Beispiele für die Handlungsempfehlungen: Von den 10 Millionen Euro
von Bund, Ländern und Sozialversicherung beschlossenen
Vorsorgemitteln wird das Gesundheitsministerium seinen Teil in
Ernährungsprojekte für Kinder und Jugendliche stecken. In den
Kinder-Impfplan werden ab 2012 neue Gratis-Impfungen aufgenommen.
Auch der Ausbau der ambulanten und stationären Rehabilitation für
Kinder soll forciert werden. Weiters sollen Arzneimittel in Zukunft
auch für Kinder besser erforscht werden, wofür der
Gesundheitsminister einen Teil der Basisfinanzierung für die nächsten
fünf Jahre zur Verfügung stellen wird.
Nach seiner Eröffnungsrede stellte sich der Gesundheitsminister den
Fragen einer Schulklasse aus der Zirkusgasse, die an den Minister
Fragen nach der Finanzierung der Kindergesundheitsstrategie oder
seinem Aufgabengebiet richteten.
An der Veranstaltung nahmen Nationalratsabgeordnete aller Fraktionen,
darunter SPÖ-Sozialsprecherin Renate Csörgits,
SPÖ-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser, der Gesundheitssprecher
des BZÖ, Wolfgang Spadiut, sowie Landespolitiker wie Landesrätin
Karin Scheele und Ärztekammer-Präsident Walter Dorner und
Apothekerkammer-Präsident Heinrich Burggasser teil. "Das zeigt, wie
breit aufgestellt wir daran gearbeitet haben, wie wir die Kinder in
unserem Land gesünder machen können", so Stöger. Er bedankte sich bei
allen Mitwirkenden, die "Politik für die Kleinsten" mitgestalten
wollen und den Prozess begleitet habe. (Schluss) bj/ah
Pressedienst,
Löwelstraße 18,
1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum














