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OTS0110   29. Sept. 2011, 11:02

LR ANSCHOBER: Erste Stresstests für AKW mit schweren Mängeln

Zwischenbericht zu slowakischem Stresstest analysiert


Schwere Mängel sieht Oberösterreichs Umwelt-Landesrat
Rudi Anschober beim ersten Zwischenbericht des Stresstests für die
slowakischen AKW, den Landesexperten nun analysiert haben:

- durchgeführt wurde eine Unfallanalyse als Folge von Erdbeben und
Flutung, nicht jedoch von Flugzeugabsturz und Druckwellen;
- Mochovce wird als Anlage mit Containment bezeichnet, obwohl es wie
Fukushima lediglich ein System von Druckkammern und
Nasskondensationsanlage besitzt;
- im Zwischenbericht fehlen Angaben, wie lange im Katastrophenfall
Wasservorräte und Akkukapazitäten ausreichen würden;
- im Zwischenbericht wird von einem Unfallszenario ausgegangen, in
dem Wasserleitungen, Pumpen, Becken, Behälter, Stromleitungen,
Umspannwerke und Verteiler intakt bleiben und das Bedienungspersonal
des AKW nach dem Unfall unter Stress keine Fehler macht.

LR Rudi Anschober abschließend: "Entweder dieser Zwischenbericht wird
noch dramatisch nachgerüstet oder aber es bestätigen sich meine
Befürchtungen, dass die Stresstests im wesentlichen zum Weißwaschen
der Atomrisiken dienen sollen. Österreichs Bundesregierung muss dafür
sorgen, dass die Stresstests nicht zur Farce werden, wie der
slowakische Zwischenbericht befürchten lässt."

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0110 2011-09-29 11:02 291102 Sep 11 GRO0001 0188



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Rückfragehinweis: Büro Landesrat Rudi Anschober,
Mag. Rudi LEO,
Pressesprecher,
Tel: +436648299969,
rudi.leo@ooe.gv.at,
Promenade 37,
4020 Linz,
www.anschober.at

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