- 29.09.2011, 11:00:59
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Liga fordert "Masterplan für Kinder- und Jugendgesundheit"
Ausweitung des Versorgungsangebots der WGKK "erfreulicher erster Schritt"
Wien (OTS) - "Der Kindergesundheitsdialog selbst ist gut gelungen,
er war dringend notwendig und breit angelegt wie bisher noch nie. Mit
Hilfe von 180 ExpertInnen wurden die richtigen Themen fokussiert, und
allein der Prozess hat schon viel bewegt. Wir haben das Gefühl,
Kinder- und Jugendgesundheit ist endlich in der Politik angekommen.
Es gibt bei uns in Österreich Kinder und Jugendliche, die verwahrlost
sind, ein Handicap haben, kugelrund oder spracharm sind, rauchen oder
trinken, ... und genau diese jungen Menschen werden nicht mehr nur
als störend, sondern als Zielgruppe für Gesundheitsmaßnahmen
wahrgenommen" lobt Prim. Dr. Klaus Vavrik, Präsident der
Österreichischen Liga für Kinder- und Jugendgesundheit, die heute von
Gesundheitsminister Alois Stöger präsentierte
Kindergesundheitsstrategie.
Die wichtige Frage sei nun, was mit dem Papier
"Kindergesundheitsstrategie" geschehe, wie es von der Ideensammlung
zur Umsetzung komme: "Wer macht was bis wann mit welchen Mitteln?"
müsse bezüglich Ausrichtung, Verantwortung, Zeiträumen und Ressourcen
beantwortet werden. Laut Klaus Vavrik brauche es dazu einen
"Masterplan für Kinder- und Jugendgesundheit", einen unabhängigen,
weisungsfreien Sachverständigenrat und eine starke, politische
Vertretung der Anliegen.
"Der Prozess des Kindergesundheitsdialogs selbst hat schon einige
realpolitische Verbesserungen ausgelöst, die vor zwei Jahren noch
unvorstellbar waren" verweist die Österreichische Liga für Kinder-
und Jugendgesundheit auf erste Erfolge: So haben die bundesweiten
Krankenkassen die Selbstbehalte für Kinder in den Ambulatorien und
die Salzburger GKK jenen bei Psychotherapie abgeschafft. Die Wiener
Gebietskrankenkasse wiederum hat zusätzliche Logopädie-Planstellen
und Ergotherapie-Poolstunden geschaffen. Weiters wurden neue
Ambulatorien für Kinder mit Entwicklungsstörungen in Aussicht
gestellt und das Behandlungskontingent für Kinder in psychischen
Krisen erhöht. Auch eine von der Schließung bedrohte Einrichtung soll
"gerettet", eine zusätzliche für Kinderpsychotherapie neu eröffnet
werden. "Ganz besonders wichtig ist uns hierbei aus Gründen der
Qualitätssicherung, dass jedes Angebot für Kinder und Jugendliche nur
von gut und spezifisch ausgebildeten TherapeutInnen durchgeführt
wird." schließt Vavrik.
Rückfragehinweis:
Elisabeth Schaffelhofer-Garcia Marquez
Liga für Kinder- und Jugendgesundheit
Mobil: 0676/4528400 [email protected]
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