• 29.09.2011, 10:48:00
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Bundeskanzler Faymann: Finanzwirtschaft trägt große Verantwortung

Kanzler eröffnete Finanzmarkt-Aufsichtskonferenz im Austria Center Vienna

Wien (OTS) - "Die Wirtschaftskrise hat verdeutlicht, dass
Transparenz, Kontrolle und Regelungen des Finanzmarktes auch in der
Prävention der Krise eine große Rolle spielen", sagte Bundeskanzler
Werner Faymann am Donnerstag zur Eröffnung der FMA-Aufsichtskonferenz
im Wiener Austria Center. "Die Krise hat gezeigt, wie eng der
Finanzmarkt mit der Prosperität eines Landes vebunden ist. Deshalb
müssen wir gemeinsam Verantwortung tragen, um Vertrauen in der
Bevölkerung zu schaffen."

"Wenn wir die Prognosen für 2012 sehen, müssen wir uns darauf
einstellen, dass die Krise noch nicht vorbei ist", sagte Faymann,
"und wir müssen handeln."
Morgen, Freitag, werde die Ausweitung des europäischen
Rettungsschirms ESFS auf der Tagesordnung des Parlaments stehen. Denn
Österreich, als erfolgreiches Exportland, werde die Partner
unterstützen und seinen Beitrag rechtzeitig leisten.

"Die vergleichsweise geringe Arbeitslosigkeit Österreichs ist eine
wirtschafts- und gesellschaftspolitische Leistung", strich der
Bundeskanzler hervor, "Sie ist Voraussetzung für hohe Lebensqualität,
sozialen Ausgleich und Vertrauen in die Demokratie." Noch seien die
Auftragsbücher der Unternehmen gefüllt, doch man müsse sich auf
Rückgänge einstellen. Es sei möglich, dass "wir mit Investitionen der
öffentlichen Hand bald wieder ausgleichen müssen", so Faymann und
weiter: "Wir haben dank der guten Kooperation in Österreich der Krise
gegengesteuert und Schwierigkeiten deutlich besser bewältigt als
andere, und das wollen wir auch in Zukunft so halten. Dafür braucht
der Staat aber auch die Einnahmen, die es ihm ermöglichen, die
staatlichen Aufgaben wahrzunehmen. Sparen allein bringt nur ein
Schrumpfen der Kaufkraft, eine Spirale nach unten." Es gehe bei der
Konsolidierung des Staatshaushaltes um beide Säulen, Sparen und
zusätzliche Einnahmen wie der Finanztransaktionssteuer, die
garantierten, dass der Staat seine Aufgaben in Bildung, Forschung,
Infrastruktur erfüllen könne.

"Wir müssen auch in das Vertrauen in Gesundheits- und Sozialsysteme
investieren, um die Demokratie in den Köpfen und Herzen stark genug
zu verankern. Die Zusammenarbeit hat Österreich stark gemacht, gute
Zusammenarbeit ist auch in Zukunft notwendig, um Lösungen in der
Krise zu finden. Die Finanzinstitute und die Aufsicht tragen dabei
viel Verantwortung", schloss Faymann.

Rückfragehinweis:
Mag. Leo Szemeliker
Pressesprecher des Bundeskanzlers
Tel.: (01) 531 15 - 2090, 0664/282 25 00

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