- 28.09.2011, 17:13:28
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Energieeffizienz stärken und erneuerbare Energien ausbauen
Eisl: Bund, Länder und Gemeinden haben Eisl: Bund, Länder und Gemeinden haben
Salzburg (OTS) - Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz
und des Ausbaus der erneuerbaren Energien standen heute, Mittwoch,
28. September, in Thalgau im Mittelpunkt der Diskussionen bei der
ersten österreichischen Energiereferentenkonferenz. "Wir müssen
insbesondere die Bürgerinnen und Bürger von den Vorteilen der
Energieeffizienz und der Erneuerbaren Energien überzeugen. Dafür
waren die heutigen Gespräche ein wichtiger Schritt", betonten
Energiereferent Landesrat Sepp Eisl als Vorsitzender der Konferenz,
Wirtschafts- und Energieminister Dr. Reinhold Mitterlehner sowie
Gemeindebundpräsident Bürgermeister Helmut Mödlhammer in einem
gemeinsamen Informationsgespräch bei der Konferenz.
"Mit dem Ökostromgesetz sind wir beim Ausbau der erneuerbaren
Energien schon sehr gut unterwegs. Jetzt geht es darum, den Ausbau
der Energieeffizienz auf allen Ebenen zu forcieren. Das ist der
Schlüssel, um die Energie- und Klimaziele der EU zu erreichen", so
Mitterlehner. Bei der Tagung der Energiereferenten präsentierte
Minister Mitterlehner den Umsetzungsstand der Energiestrategie
Österreich sowie die Pläne für das geplante
Bundes-Energieeffizienzgesetz, das sich vor allem auf Unternehmen
fokussiert. Hier sei eine Abstimmung mit den Bemühungen der Länder
besonders wichtig. Darüber hinaus will Mitterlehner das öffentliche
Bewusstsein für den sparsameren Einsatz von Energie mit der
Weiterführung der Aktion "Energiespargemeinde" stärken. Dieser
Online-Check unterstützt neben Gemeinden auch Bürger und Betriebe
beim Energiesparen.
"Die heutige Konferenz zeigt deutlich, dass ein großer
Gestaltungswille quer durch alle Länder über Parteigrenzen hinweg
vorhanden ist. Es gibt auch eine hohe Bereitschaft zur
Zusammen-arbeit, wie der Beschluss zu einer abgestimmten
Vorgehensweise der Länder bei der Erstellung ihrer
Energieeffizienzgesetze zeigt", sagte der Vorsitzende der
Energiereferentenkonferenz Landesrat Sepp Eisl.
Die Landesenergiereferentenkonferenz fasste folgende Beschlüsse:
Einnahmen aus Versteigerungen zwischen Bund und Ländern teilen
"Der erste Beschluss der heutigen Konferenz hat sich auf die
Aufteilung der Einnahmen aus der Versteigerung der
Emissionszertifikate bezogen. Die Energiereferenten fordern die
Bundesregierung auf, rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, damit
50 Prozent der Einnahmen aus der Versteigerung der
Emissionszertifikate den Ländern für Energieeffizienzmaßnahmen zur
Verfügung gestellt werden. Dies deshalb, weil die Länder auch
rechtsverbindlich für einen Teil der Umsetzung verantwortlich sind.
Wichtig ist, dass wir die Energie-Unabhängigkeit unserer Bürger
fördern", sagte Landesrat Eisl. Man rechnet aus heutiger Sicht damit,
dass Österreich rund 250 Millionen Euro der Gesamteinnahmen aus den
Versteigerungen auf EU-Ebene erhält.
Gesetzliche Verankerung von Energiedienstleistungen für Bürger
Durch die Energiestrategie bis 2020 sollen die Mitgliedsstaaten ihre
Energieeffizienz um 20 Prozent steigern. Dazu haben die Bundesländer
mit dem Bund eine 15a-Vereinbarung über die Umsetzung geschlossen.
Diese Ziele sollen in Österreich durch eine Vorbildwirkung des
öffentlichen Sektors, durch Energieberatung und durch Förderung von
Effizienzmaßnahmen (Mobilität, Erzeugung Erneuerbare Energie, usw.).
und zahlreichen Maßnahmen im Gewerbe-, Industrie- und Privatbereich
erreicht werden.
"Wir haben uns heute darauf geeinigt, dass Energieeffizienzgesetze
in Österreich in Abstimmung zwischen den Bundesländern umgesetzt
werden. In Bezug auf die Umsetzung der Richtlinie im Bereich der
Energiedienstleistungen und Energieeffizienz soll es gleichlautenden
Länderbstimmungen geben. Somit sind dann zum ersten Mal
Energieberatungseinrichtungen für die Bürger gesetzlich gesichert",
sagte Landesrat Eisl. Darüber hinaus wird es auch Regelungen im
Bereich der Vorbildwirkung von öffentlichen Einrichtungen geben. "Es
wird wichtig sein, dass wir bei der Errichtung von öffentlichen
Bauten auch die laufenden Kosten in der Umsetzung berücksichtigen.
Wer billig baut, baut oft teuer. Aus diesem Grund wird uns das Thema
Lebenszykluskostenrechnung noch intensiv beschäftigen", so Eisl.
Durch eine professionelle und unabhängige Beratung können die
Betriebskosten von Häusern und Wohnungen um bis zu 50 Prozent gesenkt
werden. In Salzburg zum Beispiel geben Familien für die Deckung von
Energiekosten (Wohnen, Mobilität, Urlaub, usw.) im Jahr bereits rund
4.500 Euro aus. Um die Jahrtausendwende war dafür mit 2.100 Euro
weniger als die Hälfte erforderlich ausgegeben werden.
"Die Gemeinden sind am nächsten zum Bürger. Was wir vorleben, wird
auch in den Alltag übernommen. Gerade in der Energieeffizienz können
die Gemeinden sehr viel bewegen. Im Besitz der Gemeinden sind 50.000
Gebäude und 80.000 Fahrzeuge. Hier können wir sehr viel bewegen. Im
kommenden Jahr werden wir einen Wettbewerb veranstalten und die
energieeffizienteste Gemeinde suchen. Die heutige Konferenz von
Gemeinden, Ländern und Bund ist wichtig und zukunftsweisend", sagte
Gemeindebundpräsident Bürgermeister Helmut Mödlhammer.
Rückfragehinweis:
Landespressebüro Salzburg - Medien- und Marketingzentrum
Chefredakteurin Mag. Karin Gföllner
Tel.: (0662) 80 42 / 24 33
mailto:[email protected]
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