- 28.09.2011, 10:36:46
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Bundeskanzler Faymann zu Finanztransaktionssteuer: "Barroso-Vorschlag wichtiger Schritt zu mehr Steuergerechtigkeit"
Wien (OTS) - Bundeskanzler Werner Faymann begrüßt den Vorschlag
der Europäischen Kommission für eine EU-weite
Finanztransaktionssteuer ab 2014. "Der Vorschlag entspricht
weitestgehend dem, was Österreich seit dem Jahr 2008 fordert. Die
Finanzmärkte werden damit endlich mehr für die Stabilität der
Staatshaushalte beitragen."
Die Finanztransaktionssteuer setzt laut Kommissionsvorschlag so breit
wie möglich an: Besteuert werden sollen alle Käufe und Verkäufe von
Wertpapieren aller Art (Aktien, Anleihen, Derivate etc.). "Auch das
entspricht unserer langjährigen Forderung", betont der Bundeskanzler.
"Wesentlich ist für mich auch, dass klargestellt wird, dass die
Finanztransaktionssteuer den nationalen Budgets der Länder zugute
kommen soll."
Laut Kommissionspräsident José Manuel Barroso werden die EU-Staaten
mit dieser Steuer insgesamt 55 Mrd. Euro lukrieren können. "In
Österreich dürften sich die Erträge bei 500 Millionen bis einer
Milliarde Euro pro Jahr für den Staatshaushalt belaufen", so der
Bundeskanzler.
Die Transaktionen von Aktien und Anleihen sollen mit 0,1 Prozent
besteuert werden, jene der Derivative mit 0,01 Prozent. Wichtig ist
aus Sicht des Bundeskanzlers, dass von dieser Steuer lediglich
Wertpapiertransaktionen betroffen sind, und nicht etwa private
Abhebungen vom Sparbuch, Überweisungen vom Konto oder Internetkäufe.
"Dieser Vorschlag von Präsident Barroso ist bisher einer der
wichtigsten Schritte zu mehr Steuergerechtigkeit in ganz Europa",
stellt Bundeskanzler Faymann fest. Jetzt gelte es möglichst rasch an
der Umsetzung dieses Vorschlages zu arbeiten.
Rückfragehinweis:
Nedeljko Bilalic
Pressesprecher des Bundeskanzlers
Tel.: (01) 531 15 - 2104, 0664/88 455 330
mailto:[email protected]
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