- 27.09.2011, 16:06:33
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"KURIER"-Kommentar von Michael Bachner: "Die Welt geht nicht unter"
Den Euro-Rettungsschirm noch mehr zu vergrößern, bringt nichts.
Wien (OTS) - Wäre die Schuldenkrise nicht so ein ernstes Thema,
könnte man sich über den Schlagabtausch zwischen Amis und Europäern -
wer jetzt mehr hin ist als der andere - köstlich amüsieren. Witzig
auch, dass ausgerechnet immer Finanzministerin Maria Fekter ausrückt,
um nach einer EU-Schelte von US-Präsident Barack Obama oder seinem
Finanzminister Tim Geithner zurückzubellen. Fekter gegen den bösen
Onkel aus Amerika? Ob das den politikmüden Wähler aufweckt? Ein
globaler Schulterschluss schaut anders aus.
Beim eigentlichen Thema droht selbst dem geduldigsten Beobachter
bald ein Nervenzusammenbruch. Jetzt wird endlich der größere
Euro-Rettungsschirm beschlossen, nur um längst zu wissen, dass auch
der schon wieder viel zu klein ist. Aber kein Mensch kann sagen, wie
viele Milliarden wirklich gebraucht werden, wenn es Ländern wie
Italien oder Spanien und mit ihnen etlichen Banken an den Kragen
geht. 1000 Milliarden? 2000 Milliarden? Oder darf's ein bisserl mehr
sein?
Irgendwann wird sich die Erkenntnis durchsetzen, dass die
vorübergehende Zahlungsunfähigkeit eines Landes oder die Pleite einer
Bank wirklich schlimm, aber kein Weltuntergang ist. Aber das kann
dauern.
Rückfragehinweis:
KURIER, Ressort Wirtschaft
Tel.: 0043-1/52100-2638
mailto:[email protected]
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