• 27.09.2011, 14:58:42
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Gabriele Heinisch-Hosek: "Gehaltsrechner schafft mehr Transparenz bei Einkommen"

Frauenministerin Heinisch-Hosek auf der Bundesfrauenkonferenz der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, der Sparten Kunst, Medien, Sport und freie Berufe

Wien (OTS) - "Wir haben heuer den hundertsten Frauentag gefeiert
und können auf viele frauenpolitische Erfolge zurückblicken. Trotzdem
bleibt auf dem Weg zu einer tatsächlichen Gleichstellung von Frauen
und Männern noch genug zu tun", sagte Frauenministerin Gabriele
Heinisch-Hosek heute bei der Bundesfrauenkonferenz der Gewerkschaft
der Gemeindebediensteten und der Kulturgewerkschaft Kunst, Medien,
Sport und freie Berufe (GDG-KMSfB) im Wiener Austria Center. Die seit
2009 fusionierte GDG-KMSfB hielt am 26. und 27 September ihre erste
gemeinsame Bundesfrauenkonferenz ab und tritt von 27. bis 29.
September zu ihrem ersten Gewerkschaftstag zusammen.

"Die Forderung nach gleichem Lohn für gleiche und gleichwertige
Arbeit ist noch nicht erfüllt", so die Ministerin für Frauen und
Öffentlichen Dienst in ihrem Referat vor den rund 300 Delegierten der
GDG-KMSfB. Frauen seien besser ausgebildet als je zuvor und hätten
die Männer im Bereich Bildung sogar überholt. Dies würde sich aber
nicht in ihren Einkommen widerspiegeln. "Um Einkommensgerechtigkeit
zu erreichen, müssen wir in einem ersten Schritt die
Gehaltsunterschiede aufzeigen und die Gründe identifizieren. Die
Einführung interner Einkommensberichte für Betriebe ab 1.000
Beschäftigten ist ein erster Erfolg auf diesem Weg. Bis 2014 werden
auch Betreibe ab 150 MitarbeiterInnen davon erfasst sein", sagte
Heinisch-Hosek. Ein weiterer Schritt zu mehr Transparenz sei der
Lohn- und Gehaltsrechner, der ab 3. Oktober online zur Verfügung
stehen werde. Damit könnten sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
einen Überblick über ihre Einstufung und Bezahlung verschaffen.

"Nach wie vor haben wir einen geringen Anteil an Frauen in
technischen Berufen", so die Ministerin. Auch das sei mit ein Grund
für die großen Lohnunterschiede im Vergleich zu Männern. "Um
frauenpolitisch erfolgreich zu sein, müssen wir künftig technische
Ausbildungen und Berufe mehr in den Mittelpunkt rücken. Wir sollten
Frauen motivieren, sich stärker in Zukunftsbereiche wie Grüne
Technologien vorzuwagen", so Heinisch-Hosek. Außerdem würden Frauen
in Österreich immer noch zwei Drittel der unbezahlten Arbeit leisten.
"Auch hier müssen wir ansetzen und den Wert dieser Arbeitsleistung
für unsere Gesellschaft stärker ins Bewusstsein rücken."

Ein wichtiger Meilenstein sei auch der Ausbau der Kinderbetreuung.
"Ich freue mich, dass die Regierung heute im Ministerrat die
Fortsetzung der Anstoßfinanzierung für Kindergartenplätze beschlossen
hat. Noch heuer werden zusätzlich zehn Millionen Euro und in den
nächsten drei Jahren jeweils 15 Millionen Euro für neue
Kindergartenplätze zur Verfügung stehen. Gleichzeitig haben wir mit
den Bundesländern vereinbart, dass diese Gelder an eine echte
Reduktion der Schließtage gebunden sind", sagte die Frauenministerin.
Als ein Erfolg sei auch der Papamonat im öffentlichen Dienst zu
werten, ein Modell, für dessen Einführung auch in der
Privatwirtschaft sich die Ministerin einsetzen werde.

Rückfragehinweis:
Dr. Julia Valsky
Pressesprecherin der
Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Telefon: + 43 1 531 15-2149
[email protected]

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