- 27.09.2011, 14:39:12
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Greenpeace und GLOBAL 2000 weisen Verbundchef-Vorwürfe zurück
Wien (OTS) - Die Umweltorganisationen GLOBAL 2000 und Greenpeace
reagieren auf die Aussagen von Verbundchef Anzengruber gegenüber die
APA wie folgt:
"Der Verbund präsentiert sich bei jeder Gelegenheit als sauberes
Wasserkraftunternehmen. Aber als Verbund-Kunde muss man sich bewusst
sein, dass das Unternehmen nicht nur Wasserkraftwerke betreibt,
sondern auch in großem Umfang mit Strom handelt - und das bedeutet
auch mit Atomstrom", so Jurrien Westerhof, Energiesprecher von
Greenpeace.
"Hier passiert Verbrauchertäuschung. Die Endkunden können auf der
Stromrechnung nicht erkennen, ob der Strom, den sie vom Verbund
beziehen, atomstromfrei ist oder nicht. Die Muttergesellschaft
Verbund AG ist zwar vorgeblich sauber, aber die Tochtergesellschaft
Verbund Sales GmbH vertreibt große Mengen Dreckstrom und damit
Atomstrom. Der Endkunde kennt aber nur 'Verbund' als solches und
unterscheidet nicht", kritisiert Reinhard Uhrig, Energieexperte von
GLOBAL 2000.
Die Umweltorganisationen kritisieren die ablehnende Haltung der
Verbund AG gegen ein Atomstromimportverbot. "Vor allem das Argument,
dass die Kunden ohnehin Wahlfreiheit haben, ist zynisch. Die Risiken
der Atomkraft betreffen uns alle", erklären die Umweltorganisationen
unisono. "Es darf nicht sein, dass umweltbewusste Kunden
atomstromfreien Strom beziehen, während die Industrie sich den
billigsten Lieferanten sucht und so auch die Atomwirtschaft
unterstützt. Gleiches Recht für alle - daher braucht es ein klares
Importverbot für Atomstrom", so die einhellige Forderung von GLOBAL
2000 und Greenpeace.
Rückfragehinweis:
DI Jurrien Westerhof, Energiesprecher Greenpeace, 0664 612 67 01
Dr. Reinhard Uhrig, Energiesprecher GLOBAL2000, 0699 14 2000 18
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