OTS0078   27. Sept. 2011, 10:13

ÖH: Nein zu Zugangsbeschränkungen

Eignungstests führen zu Erbpacht bei Bildung


"Zugangsbeschränkungen sind sozial selektiv. Auch
Eignungstests wie der EMS Test im Medizinstudium sind hier keine
Ausnahme. Minister Töchterle kann diesen noch so hoch loben - an den
Fakten kommt auch er nicht vorbei", so Janine Wulz vom Vorsitzteam
der ÖH Bundesvertretung.

"Wie aus der Studierendensozialerhebung bekannt ist, beginnen
beispielsweise 36% der Studierenden aus einem Ärzte-Elternhaushalt
ein Medizinstudium, der Anteil sozial benachteiligter Studierenden
liegt jedoch lediglich bei 11%. Auf dieser Faktenbasis auf den
EMS-Test zu verweisen und ihn als Ausweg aus der Hochschulmisere zu
preisen ist ein Verkennen der realen Probleme", so Peter Grabuschnig,
ÖH Generalsekretär.

"Es ist offensichtlich, dass durch Beschränkungen lediglich junge
Menschen vom Studium abgehalten, aber keine Probleme angepackt
werden. Bildung soll, wenn es nach der aktuellen Politik geht, wohl
weiterhin Erbpacht bleiben. Soziale Gerechtigkeit muss in der
Bildungspolitik Vorrang haben - diese ist durch Eignungstests niemals
gegeben.", so Angelika Gruber vom ÖH Vorsitz abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0078 2011-09-27 10:13 271013 Sep 11 NHO0001 0176



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Sara Scheiflinger,
Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
sara.scheiflinger@oeh.ac.at;
http://www.oeh.ac.at

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