Mitterlehner: "Neue Handelsabkommen erleichtern die Erschließung neuer Märkte"
Wirtschaftsminister beim Rat der EU-Handelsminister - Mitterlehner für WTO-Beitritt Russlands und Ausbau der Beziehungen zu wichtigen Drittstaaten wie Indien
Brüssel (OTS/BMWFJ) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner
begrüßt anlässlich der Tagung der EU-Handelsminister die positiven
Signale, die bald zu noch besseren Handelsbeziehungen mit wichtigen
Partnerländern führen könnten. "Neue Freihandelsabkommen und der
geplante WTO-Beitritt Russlands verstärken die für Österreich
wichtige Diversifizierung der Exportmärkte. Damit verteilen wir das
Risiko besser und können das Potenzial stark wachsender
Zukunftsmärkte optimal nützen. In diese Richtung gehen wir auch mit
unserer Internationalisierungs-Offensive", sagte Mitterlehner am
Montag in Brüssel. "Dazu kommt, dass eine aktive
Nachbarschaftspolitik gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten
unerlässlich ist."
Eine zentrale Rolle in den Beratungen der EU-Handelsminister spielte
der bevorstehende Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation WTO.
"Russland ist die einzige große Wirtschaftsmacht, die sich noch
außerhalb der WTO befindet. Ein Betritt wäre ein positives Signal und
würde rechtlich verbindliche Spielregeln für unsere guten
Handelsbeziehungen zu Russland schaffen. Wir sollten daher diese
Chance ergreifen, auch wenn noch einige Punkte wie zum Beispiel die
Investitionsgesetzgebung offen sind", sagte Mitterlehner. Ziel der
WTO ist es, die Aufnahme Russlands bei der 8. Ministerkonferenz im
Dezember beschließen zu können.
Beraten wurden auch die Chancen für den möglichst raschen Abschluss
eines EU-Freihandelsabkommens mit Indien, das sowohl in
wirtschaftlicher als auch politischer Hinsicht bedeutsam wäre.
"Indien gehört zu unseren wachstumsstärksten Handelspartnern, ist
aber noch ein recht abgeschotteter Markt. Österreich strebt daher
unter anderem einen verbesserten Marktzugang für Maschinen,
High-Tech-Produkte, landwirtschaftliche und chemische Produkte,
Textilien, Papier und Zellstoff an", so Mitterlehner. Große Chancen
biete auch der Export von Öko-Innovationen sowie
Planungsdienstleistungen. "Unser Know-how stößt hier auf eine stark
wachsende Nachfrage von Seiten Indiens", erläutert Mitterlehner.
Auch die Verhandlungen der EU mit der Ukraine sind in der Endphase.
Neben dem Assoziationsabkommen ist vor allem der Abschluss eines
weitreichenden Freihandelsabkommens für Österreichs Wirtschaft von
besonderem Interesse. "Die Ukraine ist für uns ein zunehmend
wichtiger Handelspartner. Das bilaterale Handelsvolumen hat im
Vorjahr mit 1,46 Milliarden Euro einen neuen Rekord erreicht", betont
Mitterlehner.
Familie und Jugend
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