- 26.09.2011, 12:47:13
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Schwentner fordert Verhütungsmittel auf Krankenschein
Grüne für "Sexkoffer neu"
Wien (OTS) - "Für junge Frauen, die wenig Geld haben, können
sichere Verhütungsmittel zu einem unerschwinglichen Luxusgut werden.
Denn im Gegensatz zu fast allen westeuropäischen Ländern, gibt es in
Österreich von der Krankenkasse keinen Kostenersatz für
Verhütungsmittel. Die Wahl der Empfängnisverhütung darf keine soziale
Frage sein. Auch Jugendliche und einkommensschwache Frauen sollen die
für sie am besten passende Methode zur Empfängnisverhütung wählen
können. Deshalb brauchen wir Verhütungsmittel auf Krankenschein, vor
allem für Jugendliche und einkommensschwache Frauen", fordert Judith
Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, anlässlich des heutigen
Weltverhütungstags. In vielen europäischen Ländern, wie z.B. in
Schweden oder den Niederlanden und sogar in den USA, gibt es bereits
kostenlose Verhütungsmittel. "Nun geht es darum, auch in Österreich
endlich die finanziellen Hürden beim Zugang zu Verhütungsmitteln zu
beseitigen", fordert Schwentner.
Neben den Kosten für die Verhütung kann auch das fehlende Wissen über
Verhütungsmethoden und deren richtige Anwendung zu einem Stolperstein
werden. "Der Sexualaufklärungsunterricht ist noch viel zu oft ein
Frontalunterricht über Liebe, Sex und Zärtlichkeiten. Dabei bleiben
wichtige Fragen oft unbeantwortet. Die Sexualaufklärung im
Frontalunterricht muss einer zeitgemäßen Sexualerziehung mit gut
ausgebildeten, externen SexualpädagogInnen weichen", sagt Schwentner
weiter. Auch Medien spielen eine immer wichtigere Rolle, wenn es um
Informationen über Sex und Verhütung geht. "Wir brauchen einen
'Sexkoffer neu'. Denn zum Schließen der Wissenslücken beim Thema
Verhütung braucht es ansprechende, altersgerechte Lehrmaterialien",
meint Schwentner.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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