- 25.09.2011, 11:42:22
- /
- OTS0038 OTW0038
Khol ad Marin: "Yes we should" - Gentelemen agree upon facts
Reaktion des Seniorenbund-Obmannes auf Marins samstägliche Standard-Kolumne
Wien (OTS) - "Während Marin seinen Artikel mit den Worten "Yes we
could" überschreibt, antworte ich ihm heute auf diesem Wege "Yes we
should" - nämlich die Fakten akzeptieren. Denn zum wiederholten Mal
ignoriert Marin darin einige Fakten, und verbreitet damit bewusst
zumindest Halbwahrheiten", erklärt Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des
Österreichischen Seniorenbundes und Präsident des Österreichischen
Seniorenrates.
"Zum einen wirft Marin mir und meinem Seniorenrats-Kollegen Blecha
vor, wir würden ausschließlich Vorschläge präsentieren, die bei
anderen Gruppen eingreifen. Wir haben im Vorjahr einer Null-Runde für
die Pensionen über 2.310,- zugestimmt, einer Aliquotierung der ersten
Anpassung (was man entgegen der Vereinbarung dann sogar ganz
abgeschafft hat), einer späteren Auszahlung des Weihnachtsgeldes
zugestimmt und wir haben dem erschwerten Zugang zur sog.
"Hacklerregelung" akzeptiert - wobei all das freilich UNSERE Leute
betrifft. Dem Seniorenbund treten sehr viele nämlich VOR dem
faktischen Pensionsantritt bei. Also: Wir haben so oder so unserer
Klientel sehr viel zugemutet. Aber wo bleiben die Reform-Beiträge der
anderen, vor allem der staatsnahen Privilegienritter", stellt Khol
klar.
"Zum anderen rechnet Marin vor, dass eine Zusatzleistung für die
von genannten "kleinen" Pensionen (unter 1.000,- Euro brutto)
unfinanzierbar wäre. Wenn wir 2,7% Teuerungsabgeltung für alle
Senioren verlangen, so heißt dies: eine nachträgliche Abgeltung der
durchschnittlichen Teuerung. Dass dies für Menschen mit unter 1.000,-
Euro BRUTTO zu eng werden könnte, um den Lebensalltag angesichts der
aktuellen Teuerung von deutlich über 3% zu bewältigen, kann ein
(zumeist aus öffentlichen Aufträgen / Mitteln) best bezahlter Experte
leider nicht verstehen. Marin ist aber auch nicht unser
Verhandlungspartner", so Khol weiter.
"Und wie immer haut Marin ganz fest auf die hohen Pensionen hin:
Vor allem auf jene der Politiker, ihrer Witwen und natürlich auch der
Beamten. Er fordert eine Sondersteuer. Doch der Experte muss wissen:
Wer noch mit den alten Regelungen in Pension ging, zahlt eine solche
Sondersteuer längst. Den so genannten Pensionssicherungsbeitrag. Bei
Beamten beträgt dieser bis zu 7,5%, bei Alt-Politikern beträgt dieser
Abzug 14% für Beträge über der Höchstbeitragsgrundlage. Macht einen
Grenzsteuersatz von 64% statt 50%. Dafür hatten diese noch im alten
System einzahlenden Politiker NIE eine Höchstbeitragsgrenze bei ihren
Einzahlungen, und diese Pensionsbeiträge waren zuletzt mit 25%
bemessen. Und der Experte weiß auch, dass seit der Umstellung des
Systems (alle Politiker die seit 2005 begonnen haben, sind im ASVG)
logischerweise immer weniger Leute in diese Pensionsversicherung
einzahlen", erklärt Khol abschließend.
Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund
stv. GS Susanne Walpitscheker
Tel.: 0650-581-78-82; E-mail: [email protected]
www.seniorenbund.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SEN






