LH Dörfler trifft am Dienstag slowenischen Verkehrsminister Vlacic in Laibach
Forderung des Baus einer zweiten Karawankentunnelröhre und wichtige Verkehrsprojekte zwischen Kärnten und Slowenien als Gesprächsthemen
Klagenfurt (OTS/LPD) - Landeshauptmann Gerhard Dörfler wird am
kommenden Dienstag zu einem Treffen mit dem slowenischen
Verkehrsminister Patrick Vlacic nach Laibach reisen, um wichtige
grenzüberschreitende Verkehrsprojekte zu besprechen. An erster Stelle
steht der Ausbau des Karawankentunnels und damit der Bau einer
zweiten Tunnelröhre. "Der 20 Jahre alte Karawankentunnel zwischen
Kärnten und unserem Nachbarland Slowenien wird derzeit von der
Asfinag zwar sicherheitstechnisch aufgerüstet. Diese Maßnahme ist
aber aufgrund der Zunahme des Verkehrsaufkommens auf dieser
Nord-Südverbindung zu wenig", stellt der Landeshauptmann und
Verkehrsreferent klar.
Nach dem Ausbau der A10 und der vierspurig geführten Autobahn
auch in Tunnelbereichen habe sich der Karawankentunnel in den
Sommermonaten als Nadelöhr der Sonderklasse erwiesen. "Das
Staudesaster, das es Jahre lang vor dem Tauern- und Katschbergtunnel
gegeben hat, darf durch den fehlenden Ausbau des Karawankentunnels
nicht seine Fortsetzung finden. Megastaus von 20 bis 30 Kilometern
müssen zur Vergangenheit zählen", so Dörfler, der sich deshalb am
Dienstag mit dem slowenischen Verkehrsminister über die weitere
gemeinsame Vorgehensweise austauschen wird.
Bereits in den vergangenen Wochen wurden zwischen Dörfler und
Valcic telefonische Gespräche geführt, an die nun in Laibach
angeknüpft wird. "Der Karawankentunnel ist zwischen der Nordsee und
dem Mittelmeer der einzige einspurige Tunnel, der nicht nur große
Staus verursacht, sondern langfristig die heimische Wirtschaft
schwächt. Wir müssen, um langfristig wettbewerbsfähig zu sein,
infrastrukturelle Vorkehrungen treffen, um unsere
Wirtschaftsunternehmen auf ihrem Erfolgsweg nicht zu behindern. Dazu
gehört auch der Bau einer zweiten Tunnelröhre", führt Dörfler zum
wiederholten Male an. Die Asfinag und das Infrastrukturministerium
müssten endlich diese Notwendigkeit erkennen und die nötigen Schritte
einleiten.
Neben der zweiten Röhre des Karawankentunnels wird die
Verkehrsverbindung zwischen Südkärnten und den slowenischen Regionen
Koroska und Savinjska besprochen werden. "Diese Verbindung zwischen
Kärnten und Slowenien soll ausgebaut und in das hochrangige Netz
aufgenommen werden. Ein Ausbau wäre notwendig, um Verknüpfungspunkte
zwischen den Verkehrsträgern Straße und Schiene zu erreichen", so
Dörfler. Dieses Projekt der "3. Achse"" wäre Teil der Verbindung
Dravograd-Celje, welches seitens des slowenischen
Verkehrsministeriums geplant wird. "Nachdem diese Anbindung zu
Österreich auch allfällige Planungsmaßnahmen unsererseits
erforderlich macht, werde ich mich persönlich über den Planungs- und
Umsetzungsstand informieren, damit wir mögliche Adaptierungen auf
Kärntner Seite auch entsprechend zeitgerecht in Planung nehmen
können", so der Kärntner Landeshauptmann.
Weiters wird der grenzüberschreitende Ausbau des Kärntner
Radwegenetzes zu Slowenien hin behandelt. "Die Trau-Dich E-bike Tour,
bei der wir auch in Unterdrauburg/Dravograd Station gemacht haben,
hat gezeigt, wie wertvoll der Drauradweg ist. Dieser besondere Radweg
soll nun auch durchgängig bis nach Maribor befahrbar sein", erklärt
Dörfler, der ankündigt, mit Minister Vlacic über diese durchgängige
Verlängerung zu sprechen. Zudem werden grenzüberschreitende
Eisenbahnthemen auf der Tagesordnung stehen.
Der Landeshauptmann geht nach der Lösung der Kärntner
Ortstafelfrage und dem sehr guten Klima mit Slowenien davon aus, dass
sich die Gespräche erfolgreich entwickeln werden und dass eine
gemeinsame Vorgehensweise vereinbart wird.
(Schluss)
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