• 23.09.2011, 13:45:13
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Morawek, Wiener Kinderfreunde: Sprachförderung im Kindergarten ist am effizientesten

Streichung der Bundesmittel für Sprachförderung im Kindergarten hätte Lawine von kostenintensivengesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen zur Folge

Wien (OTS) - "Im Kindergarten bekommen Kinder sehr früh die
Möglichkeit, ihre Mehrsprachigkeit auch systematisch zu entwickeln.
Die bisher schon kaum ausreichenden Mittel für die Sprachförderung im
Kindergarten zu streichen, würde rund ein Drittel der Wiener Kinder
in ihrer gesamt Bildungslaufbahn wesentlich behindern", ist Christian
Morawek, der Geschäftsführer der Wiener Kinderfreunde, entsetzt über
die Pläne des Familienministers, die Mittel für Sprachförderung im
Kindergarten in der neuen 15a-Vereinbarung nicht mehr zur Verfügung
zu stellen.

Im Kindergarten werden Erstsprachen gefördert aber auch ein
kindgerechter positiver Zugang zur Zweitsprache ermöglicht. Die
Sprachkompetenz ist eine entscheidende Basis für eine erfolgreiche
Bildungslaufbahn. Bildung ist die Basis für Chancen auf ein gutes
existenziell gesichertes Leben. Viele Studien haben mittlerweile
bewiesen, dass Kinder, die eine qualitative elementare
Bildungseinrichtung wie den Kindergarten besucht haben, eine
wesentlich erfolgreichere Bildungslaufbahn aufweisen.

Diese Chancen haben alle Kinder verdient und die Kinderfreunde tun
im Rahmen ihrer Arbeit für 12.000 Kinder in 155 Kindergärten und
Horten, in der Elternbildung und Beratung alles, um allen Kindern
gleiche Chancen zu geben. Besonders die vielen Kinder mit
nichtdeutscher Muttersprache brauchen hier Unterstützung. In den
Kinderfreunde Kindergärten gibt es Kinder mit 83 unterschiedlichen
Erstsprachen.

"Die Streichung dieser relativ geringen Mittel, mit denen soviel
erreicht werden kann, bewirkt eine Lawine von Folgen und Folgekosten:
Die Kinder haben schon Probleme in der Volksschule, hier wäre dann
mehr Förderung nötig. Wenn diese auch gestrichen wird, verlagert sich
das Problem auf die Mittelstufe und schließlich gehen diese Kinder
verloren als Arbeitskräfte und müssen als Erwachsene vom Staat
erhalten werden", warnt Morawek und endet: "So gesehen wäre die
Kürzung der Mittel für Sprachförderung im Kindergarten ein echter
Schildbürgerstreich."

Rückfragehinweis:
Wiener Kinderfreunde
Michaela Müller-Wenzel, Mediensprecherin
Tel.: 01/40125-55
[email protected]

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