- 23.09.2011, 12:55:42
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Bundesweite Berufsschule für Eisenbahnberufe wird in St. Pölten etabliert
Vertragsunterzeichnung mit LH Pröll, Ministerin Bures und Vorstandsvorsitzenden Kern
St. Pölten (OTS/NLK) - Die ÖBB-Lehrwerkstätte in St. Pölten
feierte am heutigen Freitag, 23. September, ihr 100-jähriges
Jubiläum. Im Zuge des Festaktes wurde durch Landeshauptmann Dr. Erwin
Pröll, Bundesministerin Doris Bures und ÖBB-Vorstandsvorsitzenden
Mag. Christian Kern ein Kooperationsvertrag unterzeichnet, der die
Etablierung einer bundesweiten Berufsschule zur Ausbildung in
eisenbahnspezifischen Lehrberufen ab dem Schuljahr 2013/2014
vorsieht. Das Land Niederösterreich schafft dafür die gesetzlichen
Rahmenbedingungen und beteiligt sich mit rund 70.000 Euro pro Jahr an
den Lehrerkosten.
Es sei von besonderer Bedeutung, "das Image der Lehre wieder
entsprechend aufzuwerten", betonte Landeshauptmann Pröll im Zuge des
heutigen Festaktes. Das Land Niederösterreich habe daher die
Förderungen für Lehrlinge erhöht und schaffe auch Anreize für
Lehrlinge, die Spitzenleistungen erbringen. Wesentlich sei es auch,
an der Schnittstelle zwischen Schule und Wirtschaft anzusetzen und
möglichst früh die Neigungen und Talente der Kinder und Jugendlichen
zu orten, so Pröll. Der heute unterzeichnete Kooperationsvertrag
schaffe mit der neuen Berufsschule "eine weitere Plattform, um zu
signalisieren, dass das Handwerk goldenen Boden hat."
Niederösterreich verzeichne eine große wirtschaftliche Dynamik,
verwies der Landeshauptmann auf ein prognostiziertes
Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent und den Rekordstand von 590.000
Beschäftigten.
"Wir wollen unseren Kindern und Jugendlichen eine gute und
fundierte Ausbildung mitgeben, und das Beispiel der
Lehrlingsausbildung in St. Pölten zeigt: Hier ist höchste Qualität
gegeben", sagte Bundesministerin Doris Bures. Die Lehrlingsausbildung
in St. Pölten habe nicht nur "große Tradition", sondern sei auch mit
großen Zukunftschancen verbunden, so Bures.
ÖBB-Vorstandsvorsitzender Mag. Christian Kern betonte, die ÖBB
bilde "mehr technische Lehrlinge aus als jedes andere Unternehmen in
Österreich". Die Jugendlichen erhielten hier ein "Rüstzeug für ihr
gesamtes Leben", meinte Kern.
Der St. Pöltner Bürgermeister Mag. Matthias Stadler meinte, die
Lehrwerkstätte der ÖBB sei für St. Pölten "zutiefst prägend".
Seit 2010 gibt es sieben neue eisenbahnspezifische Lehrberufe:
Transporttechnik, Fahrzeugtechnik, Betriebstechnik,
Fahrzeuginstandhaltungstechnik, Telekommunikationstechnik,
Sicherungstechnik und Elektrotechnik. Die neue Berufsschule in St.
Pölten ist die erste Ausbildungsstätte, in der der theoretische Teil
der Ausbildung von Eisenbahnexperten gelehrt wird, die
eisenbahnspezifisches Know-how direkt an die Jugendlichen
weitergeben. Jugendliche aus ganz Österreich haben so die
Möglichkeit, ihre Ausbildungsmodule zu absolvieren. Die
Berufsschulausbildung startet erstmals im Lehrjahr 2013/2014. Neben
ÖBB-Lehrlingen steht die Berufsschule auch allen Lehrlingen von
Privatbahnen, Nahverkehrsunternehmen und sonstigen
Eisenbahnmobilitätsanbietern zur Verfügung.
Die Lehrlingsausbildung der ÖBB in St. Pölten nahm im Jahr 1911
ihren Beginn. Heute bilden die ÖBB in Niederösterreich 185 Lehrlinge
aus, am Standort der Lehrwerkstätte St. Pölten 154 Lehrlinge. Bisher
haben 2.657 Lehrlinge in St. Pölten ihre Lehre erfolgreich
abgeschlossen.
Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12172
www.noe.gv.at/nlk
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