• 23.09.2011, 10:23:46
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Overshoot Day: Ökosoziale Steuerreform als Initialzündung für eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen

Das Ökosoziale Forum fordert anlässlich des "World Overshoot Day", durch mehr Kostenwahrheit die natürlichen Ressourcen für künftige Generationen zu schützen.

Wien (OTS) - "Der sparsame und effiziente Einsatz von Energie und
Ressourcen wird künftig nicht nur für den Erhalt einer lebenswerten
Umwelt entscheidend sein, sondern auch für die wirtschaftliche
Überlebensfähigkeit eines Landes. Eine ambitionierte Ökosoziale
Steuerreform könnte als Initialzündung in Österreich zu mehr
Kostenwahrheit bei Energie und damit zu einem Umdenken bei Wirtschaft
und Gesellschaft führen", betont der Geschäftsführer des Ökosozialen
Forums, Klemens Riegler-Picker, anlässlich des "World Overshoot Day"
am 27. September 2011. Der "Overshoot Day" zeigt auf drastische
Weise, wie sehr der Lebensstil in den Industrie- und Schwellenländern
die Erde belastet. Laut Berechnungen des Global Footprint Network hat
die Menschheit innerhalb von neun Monaten bereits die gesamte
Biokapazität der Erde aufgebraucht und lebt den Rest des Jahres über
ihre Verhältnisse.

Die Herausforderungen für die kommenden Jahre sind immens: Europa
muss bis 2050 den Treibhausgas-Ausstoß um mindestens 80 % gegenüber
1990 verringern. Gleichzeitig muss der Ressourcenverbrauch pro Person
deutlich sinken, wenn künftig 9 Mrd. Menschen auf die natürlichen
Ressourcen der Erde zugreifen werden. "Wir verbrauchen heute 15 bis
30 Mal mehr Ressourcen als unsere Vorfahren. Wir müssen daher den
notwendigen Systemwandel in Richtung Nachhaltigkeit forcieren. Eine
Ökosoziale Steuerreform ist ein wichtiger Meilenstein", so
Riegler-Picker.

Falsche Anreize

Das österreichische Steuersystem setzt derzeit falsche Anreize.
Die Steuerlast für Arbeit ist sowohl für Arbeitgeber als auch
Arbeitnehmer überdurchschnittlich hoch. Umwelt- und
gesellschaftsschädliche Steuern wiederum sind derzeit niedriger als
im EU-Durchschnitt. "Eine ambitionierte Steuerstrukturreform ist
daher sinnvoll und notwendig. Mit höheren Einnahmen aus Umweltsteuern
können die Abgaben auf Arbeit gesenkt und der Umbau in ein
zukunftsfähiges Energiesystem sowie soziale Härtefälle unterstützt
werden. Gleichzeitig würde eine Ökosoziale Steuerreform den
Klimawandel bremsen, die Wirtschaft ankurbeln und zusätzliche
Arbeitsplätze schaffen", betont der Geschäftsführer des Ökosozialen
Forums.

Dänemark zeigt, wie es geht

Andere Staaten wie Deutschland, Finnland oder Dänemark haben von
dieser "Doppelten Dividende" schon profitiert. So konnte Dänemark
durch die Ökosteuer Arbeit steuerlich um rund 5 % entlasten, die
Treibhausgase sind deutlich gesenkt worden. Im Gegenzug sind neue
Arbeitsplätze entstanden, die Wirtschaft hat profitiert. Dänemark
startete 2010 bereits mit der 4. Reformphase. "Die positiven
Erfahrungen anderer Länder zeigen, dass Ökosteuerreformen ökologisch
sinnvoll, sozial ausgeglichen und wirtschaftlich erfolgreich
umgesetzt werden können. Es ist an der Zeit, dass Österreich
nachzieht", betont Riegler-Picker.

Rückfragehinweis:
Ökosoziales Forum, Martina Baumeister, MSc
Tel. 01/253 63 50-22 u. 0676/64480 41
[email protected], www.oekosozial.at

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