- 22.09.2011, 10:28:44
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Pflegegesamtkonzept ist Ziel der Strukturreform
Arbeitsgruppe Strukturreform in der Pflege startet
Wien (OTS) - Die fünf Organisationen der Bundesarbeitsgemeinschaft
Freie Wohlfahrt (BAG) - Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotes Kreuz und
Volkshilfe - sind am Freitag, 23. September von Bundesminister
Rudolf Hundstorfer in die Arbeitsgruppe "Strukturreform Pflege"
eingeladen.
"Wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit an einem
Pflegegesamtkonzept", so Monika Wild, vom Roten Kreuz und Vorsitzende
der BAG. "Das Ziel muss sein, ein transparentes, österreichweit nach
einheitlichen Prinzipien gestaltetes Pflegefinanzierungsinstrument zu
schaffen, bei dem es neben einem Anspruch auf Geldleistungen auch
einen garantierten Anspruch aus Sachleistungen wie beispielsweise
mobile Pflege und Betreuung geben soll."
Erich Fenninger, Geschäftsführer der Volkshilfe, betont, "dass eine
Aufwertung der Berufsbilder sowie eine Reform der Pflegeausbildung
dringend notwendig ist. Damit zukünftig ausreichend Pflege- und
Betreuungspersonal zur Verfügung steht, müssen gemeinsam mit der
öffentlichen Hand die Arbeitsplätze in der Langzeitpflege attraktiver
gestaltet werden. Um zielgerichtet ausbilden zu können, ist auch eine
österreichweite Erhebung des zukünftigen Personalbedarfs notwendig."
Ausbau bestehender Dienstleistungen und Schaffung neuer
Versorgungsmodelle und neuer Wohnformen fordert Walter Maschitz,
Geschäftsführer des Hilfswerks: "Das Versorgungsangebot weist nicht
nur regionale, sondern auch fachliche Lücken auf. Pflegebedürftige
Menschen sollen frei wählen können, ob sie zu Hause betreut werden
oder in einem Pflegeheim leben wollen."
Martin Schenk, stv. Direktor der Diakonie, weist auf die Bedürfnisse
pflegender Angehöriger hin: "Pflegende Angehörige stehen unter
psychischem und physischem Dauerstress. Sie bekommen im besten Fall
Anerkennung für ihre aufopfernde Arbeit, aber im Alltag werden sie
alleingelassen. Wir brauchen Beratungs- und Entlastungsangebote, um
Angehörige so gut es geht zu unterstützen."
"Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass bei der Strukturreform der
Hospizbereich berücksichtigt wird. Neben der Palliativversorgung im
Krankenhaus muss auch die Hospizversorgung für alle Menschen, die sie
brauchen, erreichbar, zugänglich und leistbar sein. Mobile
Hospizteams, Tages- und stationäre Hospize sollen ausgebaut und die
Prinzipien von Palliative Care in die Langzeitpflege integriert
werden", so Bernd Wachter, Generalsekretär der Caritas Österreich
abschließend.
Rückfragehinweis:
Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt (BAG) c/o Österreichisches Rotes Kreuz Mag. Andrea Winter Tel.: +43 1 589 00-153 E-Mail: [email protected] www.freiewohlfahrt.at
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