- 21.09.2011, 13:16:16
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Grillitsch: EUR 350 Mio. für AK-Kammerumlage hinterfragen
Pauschalierung erspart Kleinbauern Bürokratie und Kosten - AK schürt wieder Neid
Wien (OTS) - "Gerade den bäuerlichen Kleinbetrieben erspart die
steuerliche Pauschalierung Bürokratieaufwand und Kosten für den
Steuerberater. Pauschalierungen gibt es im österreichischen
Steuerwesen auch für Häuselbauer und Grundbesitzer. Finanzministerin
Maria Fekter will die Pauschalierung jetzt auch auf
Kleingewerbetreibende ausweiten, weil so Kosten in der Verwaltung
eingespart werden können", erklärte Bauernbund-Präsident Fritz
Grillitsch, nachdem die Arbeiterkammer Wien heute, Mittwoch, mit
einer Studie zur Steuerpauschalierung eine neue Welle der
altbekannten Neiddiskussion ausgelöst hatte.
"In wirtschaftlich angespannten Zeiten brauchen die bäuerlichen
Familienbetriebe sichere Rahmenbedingungen und nicht Neiddebatten und
sozialistisches Raubrittertum", stellte Grillitsch klar, dass es
völlig unnotwendig sei, den Landwirten unnötige Steuerprügel vor die
Füße zu werfen, die nur Aufwand und Kosten, aber kein relevant
höheres Steueraufkommen zur Folge hätten. Grundlage für die
Besteuerung landwirtschaftlichen Einkommens sei sinnvollerweise der
Einheitswert als reiner Ertragswert und nicht der Verkehrswert.
Grillitsch stellte dazu einmal mehr klar: "Die Landwirtschaft lebt
schließlich vom Ertrag und nicht vom Verkauf von Äckern und Wiesen."
AK ist millionenschwere SPÖ-Kampfmaschinerie
"Es ist höchst erstaunlich und einzig und allein ideologisch
begründbar, dass stets die Bauern als Negativbeispiele für
Steuervorteile herhalten müssen. Dabei zahlen in Österreich 43% der
Einkommensbezieher aufgrund der Steuerfreigrenzen keine Lohn- und
Einkommensteuern. Fakt ist, dass das durchschnittliche
Bruttojahreseinkommen eines bäuerlichen Betriebes in Österreich bei
EUR 19.000,- liegt - häufig leben mehrere Personen von diesem
Einkommen", verwies der Bauernbund-Präsident auf die Realität der
bäuerlichen Einkommenslage.
Im Übrigen werde auch in der AK-Studie eingeräumt, dass die
landwirtschaftlichen Einkommen über Jahre hinweg niedrig waren und
damit auch das Steueraufkommen unverändert bleibt. "Während zwei
Drittel aller österreichischen Bauern im Nebenerwerb arbeiten und
daher auch Beiträge an die Arbeiterkammer einzahlen, füttert
AK-Direktor Werner Muhm die SPÖ-Kampfmaschinerie unermüdlich mit
Wahlkampfmunition. Wir sollten im Parlament gemeinsam die
Notwendigkeit der AK-Kammerumlage in Höhe von EUR 350 Mio.
hinterfragen, wenn damit nicht Arbeitsplatzsicherung, sondern
Jobvernichtung in der Landwirtschaft betrieben wird", erteilte
Grillitsch diesen Umtrieben erneut eine scharfe Abfuhr.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Bauernbund Österreich
Mag. Andrea Salzburger
Tel.: +43 1 505 81 73 - 28, Mobil: +43 699 1810 1805
mailto:[email protected]
www.bauernbund.at
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