• 21.09.2011, 10:36:05
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Cortolezis-Schlager: Mit Hochschulmilliarde, Studienbeitragsmodell und Hochschulplan in die Zukunft der Universitäten investieren

ÖVP-Wissenschaftssprecherin unterstreicht Drei-Säulenmodell in der Aktuellen Stunde

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Wir brauchen eine staatliche
Zusatzfinanzierung von einer Milliarde im Rahmen der nächsten
Leistungsperiode, ein sozial ausgewogenes Studienbeitragsmodell und
einen modernen Hochschulplan, umriss heute, Mittwoch,
ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg. Mag. Katharina Cortolezis-Schlager
anlässlich der Aktuellen Stunde zum Thema "Qualität und Leistung für
die österreichischen Universitäten und Hochschulen" die zentralen
Ziele von Wissenschaftsminister Töchterle.

"Wir befinden uns in einer wirtschaftlich und gesellschaftspolitisch
wichtigen Gestaltungsphase. Die internationale Finanz- und
Wirtschaftskrise erfordert rasche neue Lösungsansätze der Politik,
Wirtschaft und Gesellschaft. Die Österreicherinnen und Österreicher
erwarten sich von uns vor diesem Hintergrund die Gestaltung
zukunftsorientierter Rahmenbedingungen. Eines steht dabei außer
Streit: Bildung und Wissenschaft sind die beste Voraussetzung,
unseren Wohlstand zu erhalten, Arbeitsplätze zu schaffen und
wirtschaftliches Wachstum zu ermöglichen. Viele unserer international
anerkannten Wissenschafterinnen und Wissenschafter, viele unserer
motivierten, engagierten und leistungsbereiten Studierenden erwarten
von uns jetzt Lösungen. Was würde das Beibehalten der populistischen
Wahlversprechen bringen? Unsere Hochschulen würden in Mittelmäßigkeit
abrutschen, und das gilt es zu verhindern. Wir brauchen Lösungen und
nicht das Beibehalten vergangener Maßnahmen", appellierte die
Abgeordnete an die Mandatare.

Das Abschneiden der heimischen Universitäten bei den internationalen
Rankings sei mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu sehen.
"Mit einem lachenden, weil unsere Universitäten hervorragende
Ergebnisse leisten, aber auch mit einem weinenden Auge, weil sie
aufgrund unserer Rahmenbedingungen in der internationalen
Wettbewerbsfähigkeit große Nachteile durch einen ungeregelten
Hochschulzugang haben. Deshalb brauchen wir den Mut, neue Wege zu
beschreiten."

"Im Kino ist es selbstverständlich, dass nur so viele Karten
angeboten werden, wie es Sitzplätze gibt. Es kann nicht sein, dass
auf den Universitäten Studierende
ohne jegliche Kapazitätsbegrenzungen tagtäglich in überfüllten
Hörsälen sitzen müssen", verwies die ÖVP-Wissenschaftssprecher
darauf, dass nach der derzeit geltenden gesetzlichen Regelung jeder
interessierte Europäer und jede interessierte Europäerin jedes
beliebige Fach in Österreich studieren kann.

Wissenschaftsminister Töchterle habe daher ein neues Gesamtkonzept
vorgelegt, das Österreich in die Zukunft bringe, europakonform sei
und uns die Möglichkeiten gebe, für die Wissenschaft
zukunftsorientierte Rahmenbedingungen zu schaffen. "Wir heißen
Studierende dann aus aller Welt willkommen, aber sie sollen nach
Maßgabe unserer und ihrer Möglichkeiten dafür auch einen finanziellen
Beitrag leisten", so die Abgeordnete.

Die ÖVP habe sich immer klar positioniert: "Unsere Gesellschaft,
unsere Wirtschaft und Österreich braucht starke Universitäten", hob
Cortolezis-Schlager das Drei-Säulenmodell hervor, das die Leistungen
der Universitäten steigern und faire Bedingungen schaffen sowie mit
den Europarechtskriterien konform sein soll. Dieses sehe mehr Budget
und mehr Qualität vor, verwies Cortolezis-Schlager auf die von
Wissenschaftsminister Töchterle vorgesehene zusätzliche
Hochschulmilliarde sowie ein sozial gerechtes Studienbeitragsmodell,
das einen kleinen Beitrag in der Höhe von bis zu 500 Euro pro
Semester von allen abverlange. Es sei nicht fair, wenn Steuerzahler
einen Beitrag für die Kinder der Ölscheichs leisten. Es sei nur recht
und billig, dass auch Studierende einen Beitrag von bis zu 500 Euro
pro Semester leisten, wenn dies die Universitäten vorsehen, denn
jeder Baumeister zahle 12.000 Euro aus der Privattasche für seine
Ausbildung. Im Gegensatz dazu würde ein zukünftiger
Bachelorstudierender gerade einmal ein Viertel, sprich maximal 3.000
Euro, bezahlen.

Bei den jährlichen Ausgaben liege Österreich pro fertigem Akademiker
zudem im obersten Drittel der OECD-Länder. Jeder Österreicher
investiere für einen Hochschulabsolventen im gesamten Bildungsweg
150.000 Euro.

Dritter Punkt des Konzepts sei ein Hochschulplan, der eine verstärkte
Zusammenarbeit der Universitäten in Lehre, Forschung und
Infrastruktur vorsieht. Damit werden auch die Universitäten ihren
Beitrag zur Erhöhung der Effektivität ihrer Leistung beitragen.

"Mit der Hochschulmilliarde, einem Studienbeitragsmodell und dem
Hochschulplan zeigt die ÖVP, dass sie unsere Hochschulen nicht im
Stich lässt, sondern in die Zukunft investiert. Wir brauchen kein
kategorisches Nein, sondern ein Ja, denn unsere Hochschulen brauchen
konkrete Lösungen", appellierte die Wissenschaftssprecher
abschließend, das zukunftsorientierte Drei-Säulenmodell von Minister
Töchterle gemeinsam zu beschließen.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

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