- 20.09.2011, 16:01:51
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Berlakovich verteidigt österreichisches Agrarumweltprogramm
Zahlreiche positive Effekte für Natur und Mensch nachgewiesen
Wien (OTS/aiz) - "Das österreichische Agrarumweltprogramm ÖPUL ist
höchst effizient und ein Vorzeigemodell für ganz Europa, das von
höchster Stelle - EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso
höchstpersönlich - gelobt worden ist. Es sichert eine umweltgerechte,
extensive und den natürlichen Lebensraum schützende Landwirtschaft.
Dass 94% der heimischen Agrarnutzfläche im Programm erfasst ist,
zeugt vom großen Erfolg", betonte Landwirtschaftsminister Nikolaus
Berlakovich gegenüber aiz.info. "Insgesamt stehen 29 ÖPUL-Maßnahmen
zur Verfügung, die eindeutig dem Schutz von Boden, Wasser, Klima und
Biodiversität zugeordnet werden können. Die teilnehmenden Betriebe
werden jährlich gemäß den Vorgaben der EU-Kommission von der
Agrarmarkt Austria strengstens kontrolliert. Der kürzlich vom
Rechnungshof angeführte, angebliche Kontrollmangel ist daher für uns
in keinster Weise nachvollziehbar", so Berlakovich.
"Das ÖPUL ist das Herzstück der österreichischen Agrarpolitik.
Diese Vorleistungen im Sinne der Nachhaltigkeit müssen auch im Rahmen
der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) belohnt werden.
Deswegen ist eine sinnvolle Weiterentwicklung des Programmes
erforderlich und kein neues System", unterstrich Berlakovich die
Bedeutung der Agrarumweltmaßnahmen.
Positiv bewertet der Rechnungshofbericht den präventiv
ausgerichteten horizontalen Ansatz Österreichs, also dass eine
bundesweite Teilnahme vorgesehen ist, sowie Anreize für Landwirte zur
Teilnahme an den Agrarumweltmaßnahmen. Die Einführung von Anreizen
würde laut Lebensministerium die Zielerreichung bei besonderen
Herausforderungen beschleunigen.
Zudem belegen zahlreiche Überprüfungen der letzten Jahre die
eindeutig positive ökologische Wirkung des Agrarumweltprogramms.
Beispielsweise konnte eine Verdreifachung der Zahl der stark
gefährdeten Großtrappe in den letzten 15 Jahren durch die Anlage von
mehr als 5.000 ha Trappenschutzflächen erreicht werden. Der
Bodenabtrag konnte durch die Maßnahme "Begrünung von Ackerflächen"
und Mulch- /Direktsaat reduziert werden und der Humusgehalt in den
Böden wurde durch gezielte ÖPUL-Maßnahmen (zum Beispiel Biologische
Wirtschaftsweise) langfristig gesteigert.
Das österreichische Agrarumweltprogramm basiert auf horizontalen
und integralen Maßnahmen: Die horizontalen Maßnahmen, an denen
bundesweit alle geeigneten Betriebe teilnehmen können, sollen unter
anderem dazu beitragen, den flächendeckend ökologisch günstigen
Zustand der Umwelt zu erhalten. Mit den integralen Maßnahmen werden
Herausforderungen in bestimmten Regionen oder besondere Schutzgüter
angesprochen. Mit diesem Ansatz nimmt Österreich europaweit eine
Vorreiterrolle ein.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
aiz.info - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst,
Tel.: 01/533 18 43
mailto:[email protected]
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