• 17.09.2011, 09:50:58
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Glawischnig: Übelster Vergleich Fekters von Judenverfolgung und Kritik an Bankern und Reichen

Grüne fordern sofortige Klarstellung und Entschuldigung bei Opfern des Nationalsozialismus

Wien (OTS) - "Ich bin total entsetzt über die gestrigen Aussagen
von Finanzministerin Fekter in der Zib 2. Sie verglich die
Judenverfolgung mit der heutigen, berechtigte Kritik an Bankern und
Steuerprivilegien für Reiche und Vermögende. Wenn Fekter ernsthaft
der Meinung ist, das ein Eintreten für eine sozial gerechte
Besteuerung der Reichen gleichzusetzen ist mit der Judenverfolgung,
dann ist sie sicher nicht mehr geeignet ihr Amt als Finanzministerin
auszuüben. Das Mindeste ist eine sofortige Klarstellung und
Entschuldigung bei den Opfern des Nationalsozialismus", fordert Eva
Glawischnig, Bundessprecherin der Grünen.

Fekter verwendet das klassische antisemitische Stereotyp vom REICHEN
Juden, und bedient sich des antisemitische Klischees vom reichen
Weltjudentum. Tatsache ist, dass alle Juden wegen ihrer jüdischen
Herkunft, egal ob arm oder reich von den Nazis verfolgt und
vernichtet wurden. "Das zeugt entweder von einer historischen
Unwissenheit, die einer Finanzministerin unwürdig ist, oder einer
bewußten Instrumentalisierung des dunkelsten Kapitels der
österreichischen Geschichte, um die Reichen vor gerechter Besteuerung
zu schützen", betont Glawischnig.

Fekter sagte wörtlich in der gestrigen Zib2: "Wir bauen in Europa
gerade enorme Feindbilder auf gegen DIE Banker, gegen DIE Reichen,
gegen DIE Vermögenden. So etwas hatten wir schon einmal. Damals war's
dann verbrämt gegen DIE Juden, aber gemeint waren damals ähnliche
Gruppierungen, und es hat zwei Mal in einem Krieg geendet."

Rückfragehinweis:
Mag. Reinhard Pickl-Herk
Tel.: +43-1-40110-6707
mailto:[email protected]

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