- 17.09.2011, 08:00:33
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"profil": Rechnungshof: Gasometer-Mall 2009 pleite
Shopping Center im Gasometer konnte laut RH-Rohbericht durch Forderungsverzicht knapp gerettet werden
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, war das Shopping Center im Wiener
Gasometer Ende 2009 pleite. Dies geht aus einem vertraulichen
Rohbericht des Rechnungshofs (RH) vom 29. Juni heurigen Jahres
hervor. Laut RH-Prüfung entstand der Gasometer-Mall "durch die
jährlichen hohen Verluste bis zum Jahresende 2009 ein Bilanzverlust
von 20,95 Millionen Euro und ein negatives Eigenkapital von 16,14
Millionen Euro". Der Konkurs konnte laut RH-Bericht nur durch
drastische Maßnahmen abgewendet werden. Die Gesellschafter
verzichteten auf 12,8 Millionen Euro, eine Bank auf 2,58 Millionen
Euro, die Gemeinde Wien erließ die Stromrechnungen.
Wie "profil" weiter berichtet, schätzt der Rechnungshof die
derzeitige wirtschaftliche Situation des Shopping Centers als
dramatisch ein. So konnte die Gasometer-Mall im bisherigen
Jahresverlauf laut RH "für mehr als die Hälfte der insgesamt
vermietbaren Fläche keine Miet- bzw. Pachteinnahmen erzielen". Es sei
dringend notwendig, "die hohen Leerstehungen zu reduzieren, um
dadurch die Einnahmensituation zu verbessern".
Kritik übt der Rechnungshof überdies am Management des Shopping
Centers. So entstehe durch die mangelhafte Abrechnung der
Betriebskosten ein jährlicher Schaden von 214.000 Euro. Überdies
empfiehlt der Rechnungshof der Geschäftsführung, "Verträge in
Hinkunft aus Gründen der Rechtssicherheit schriftlich abzufassen".
Die 2001 eröffnete Gasometer-Mall in Simmering wird von der
"Gasometer Shopping und Entertainment-Center Vermietungs GmbH" (GSE)
betrieben. Die GSE gehört über Mutterunternehmen je zur Hälfte der
gemeindeeigenen Baugesellschaft Gesiba und der Wohnbaugesellschaft
der Privatangestellten-Gewerkschaft.
Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
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