• 16.09.2011, 14:03:59
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  • OTS0183 OTW0183

100 Jahre Arbeitsinspektorat für Bauarbeiten

Klicka gratulierte im Namen des Herrn Bürgermeisters der Vertretung der ArbeitnehmerInnen

Wien (OTS) - Die Dritte Präsidentin des Wiener Landtags Marianne
Klicka übermittelte beim Festakt anlässlich des 100jährigen Bestehens
des Arbeitsinspektorates für Bauarbeiten die Grüße des Bürgermeisters
Michael Häupl und gratulierte dieser so wichtigen Behörde zum
außergewöhnlichen Jubiläum und dankte den engagierten
MitarbeiterInnen für ihre wertvolle Tätigkeit. Klicka betonte: "Diese
Einrichtung hat sich in der sehr langen Zeit ihres Bestandes vom
prüfenden Kontrollorgan auch zum Dienstleister und Partner in Sachen
Information, Beratung und Unterstützung bei der Durchführung der
Arbeitnehmerschutzbestimmungen entwickelt." Nach Angaben einer
kürzlich veröffentlichten IFES-Studie wird das Arbeitsinspektorat
für Bauarbeiten von ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen als
verantwortungsbewusste und konsequente Vertretung der
AbeitnehmerInneninteressen angesehen. Danach werden auch sachliche
Kompetenz und Fairness, aber auch Kooperationsbereitschaft und
Menschlichkeit positiv bewertet.

Im Großraum Wien gibt es pro Jahr über 5.000 Besichtigungen
und 600 Beratungen.

Das Arbeitsinspektorat ist die für die Wahrnehmung des gesetzlichen
Schutzes der ArbeitnehmerInnen und zur Unterstützung und Beratung der
ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen berufene Behörde. Mit zwölf
AußendienstmitarbeiterInnen werden im Großraum Wien jährlich etwa
5.200 Besichtigungen und zirka 600 Beratungen auf Baustellen
durchgeführt. In diesen 100 Jahren hat sich das Arbeitsinspektorat
für Bauarbeiten vom prüfenden Kontrollorgan auch zum Dienstleister in
Sachen Beratung und Unterstützung entwickelt.

Wien - eine Stadt, die wächst

Wien, die Metropole im Herzen Europas, wächst nicht zuletzt wegen der
hohen Lebensqualität, sondern sie teilt diesen Umstand auch mit
anderen Ballungszentren Europas. Mehr Menschen benötigen mehr
Wohnraum, Firmenniederlassungen und Betriebsansiedelungen erfordern
die Errichtung von Bürohäusern und Produktionsstätten. Die heutige
Entwicklung ist ähnlich jener vor 100 Jahren, als die Baukonjunktur
im Großraum Wien boomte. Da bereits zu dieser Zeit die besondere
Gefährdung der Beschäftigten der Baubranche bekannt war, wurde mit
Wirkung vom 1. Juli 1911 ein eigenes Gewerbeinspektorat für
Bauarbeiten mit Sitz in Wien eingerichtet.

Zwar gab es in der "ersten" Bauarbeiterschutzverordnung aus dem Jahre
1907 bereits bemerkenswerte Regelungen - bis zum Erreichen des
aktuellen gesetzlichen Standards im Jahr 2011 war es aber noch ein
weiter Weg. Neben den sich stetig ändernden rechtlichen
Rahmenbedingungen sorgte und sorgt auch die Weiterentwicklung der
Sicherheitstechnik - wie die Entwicklung von vorgefertigten
Absturzsicherungen, Systemgerüstungen etc. - für einen verbesserten
Schutz aller auf der Baustelle Beschäftigten.

Arbeitsinspektorat für Bauarbeiten versteht sich als Vertreter
in Arbeitsschutzangelegenheiten

Das Arbeitsinspektorat für Bauarbeiten erfüllt aber nicht nur die
behördlichen Aufgaben, sondern versteht sich auch als professioneller
Partner, Berater und Unterstützer aller ArbeitnehmerInnen und
ArbeitgeberInnen in Arbeitsschutzangelegenheiten. Ziel ist es, auch
in Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und Interessenvertretungen
und allen sonstigen um den Arbeitsschutz bemühten Stellen, den
Gesundheitsschutz und die Sicherheit der ArbeitnehmerInnen zu
gewährleisten und weiterzuentwickeln. Die Ziele des
Arbeitsinspektorates für Bauarbeiten decken sich mit jenen der
europäischen und der nationalen österreichischen
Arbeitsschutzstrategie 2007 bis 2012.

Dort stehen folgende Themenfelder im Vordergrund:

o Gefahrenbewusstsein und Gefährdungsbeurteilung (Evaluierung)
o Prävention von Unfällen
o Prävention von arbeitsbedingten Erkrankungen und 
  Berufskrankheiten
o Aus- und Weiterbildung sowie Information im Arbeitsschutz 
o Verbesserung der Tätigkeit von Fachleuten der Prävention
o Stärkung von Bewusstsein für Sicherheit und Gesundheit bei der 
  Arbeit

Politik sieht den Menschen im Arbeitsprozess im Vordergrund

Die Dritte Landtagspräsidentin bekräftigte in ihrer Laudatio, dass
für die Politik und für sie als Gesundheitspolitikerin der Mensch und
die Arbeitsbedingungen für die Menschen immer im Vordergrund stünden:
"Ziel ist es, durch menschengerechte Arbeitsbedingungen und einem
hohen Sicherheitsstandard in den Betrieben nicht nur menschliches
Leid zu verhindern sondern auch die volkswirtschaftlichen und
betrieblichen Folgekosten von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten
zu senken. Denn jeder verletzte oder verunfallte Mitarbeiter ist
einer zu viel." Sie verwies dabei auf die Erfolgsbilanz des
vergangenen Vierteljahrhunderts.

Anzahl der tödlich verunglückten Bauarbeiter hat sich
halbiert, die Zahl der Arbeitsunfälle ist tendenziell rückläufig.

Allein in den letzten 25 Jahren hat sich im Aufsichtsgebiet des
Arbeitsinspektorates für Bauarbeiten die Anzahl der tödlich
Verunglückten halbiert. Die Kontrolltätigkeit und die
Beratungstätigkeit sollen verhindern, dass Wettbewerbsvorteile auf
Kosten der Gesundheit von Beschäftigten erlangt werden und sie wollen
auch die Weiterentwicklung von arbeitsrechtlichen Vorschriften
fördern.

o Pressebild:
  www.wien.gv.at/gallery2/rk/run.php?g2_itemId=12858

(Schluss) hl

Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.gv.at/rk/
Mag. Horst Lassnig
Mediensprecher der Dritten Landtagspräsidentin Marianne Klicka
Telefon: 01 4000-81043
Mobil: 0676 8118 81043
E-Mail: [email protected]

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