- 15.09.2011, 15:41:45
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ÖH Innsbruck begrüßt geplante Reformen im Stipendiensystem
Wien (OTS) - Die von Wissenschaftsminister Töchterle angedachten
Änderungen der Studienförderung werden von der Österreichischen
HochschülerInnenschaft (ÖH) Innsbruck begrüßt. "Schon lange weisen
wir darauf hin, dass im Beihilfensystem einiges im Argen liegt. Es
freut uns, dass der Minister das Problem nun erkannt hat und
Änderungen vornehmen will, wenngleich uns diese noch als weitaus
unzureichend vorkommen", zeigt sich Benjamin Rohrer
(AktionsGemeinschaft) vom ÖH-Vorsitzteam noch nicht zufrieden.
Die Anhebung der derzeitigen Einkommensgrenze von EUR 4.725 auf
EUR 5.000 ist leider nicht mehr als ein symbolischer Akt, denn ab
einem Einkommen in dieser Höhe wird den Eltern aufgebürdet, einen
Teil der Leistungen für den Unterhalt des studierenden Kindes
aufzubringen. "Hier wäre es dringend notwendig die Einkommensgrenze
zumindest auf das Existenzminimum zu erhöhen", gibt Rohrer zu
bedenken.
Das Existenzminimum, das vom österreichischen Gesetzgeber für das
Jahr 2011 berechnet wurde, beträgt monatlich EUR 793 (= unpfändbarer
Grundbetrag für nicht unterhaltspflichtige Personen). Die
höchstmögliche Studienbeihilfe, die österreichische Studierende
derzeit und auch nach der geplanten Änderung von Minister Töchterle
beziehen können, beläuft sich auf EUR 679 pro Monat. "So lange
Studierenden eine monatliche Lebensgrundlage zugestanden wird, die
das Existenzminimum um EUR 114 unterschreitet, kann nicht von einem
gerechten Stipendiensystem gesprochen werden", zeigt sich Rohrer
frustriert.
PensionistInnen und ArbeitnehmerInnen bekommen jährliche
Inflationsanpassungen, die Studierenden gehen Jahr für Jahr leer aus.
Dies führt dazu, dass auf Grund des inflationsangepassten gestiegenen
Einkommens der Eltern viele Stipendien vermindert oder gestrichen
werden, obwohl faktisch keine Kaufkraftzunahme auf Seiten der Eltern
vorherrscht. "Eine jährliche Indexanpassung ist somit unumgänglich,
Minister Töchterle ist gefordert" mahnt Rohrer.
Mahnende Worte findet Rohrer aber auch für das Vorsitzteam der
Bundes-ÖH: "Immer nur jammern, alles verteufeln und verurteilen und
sich selbst nicht mit konstruktiven Beiträgen einbringen hat auf
Dauer keine Zukunft. Parteikarriere oder Zukunft der Studierenden,
das Bundes-ÖH Vorsitzteam muss sich entscheiden", schließt Rohrer.
Rückfragehinweis:
Benjamin Rohrer
Vorsitzteam der ÖH Innsbruck
Tel.: +43 699 181 449 16
[email protected]
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