• 15.09.2011, 15:00:01
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FFG: Forschung fördern. Wachstum stärken. - BILD

Im Bild v.l.n.r.: Hochkarätige Diskussionsrunde und FFG-Spitze beim FFG FORUM 2011 Consemüller, Pseiner, Exner-Wöhrer, Dittlbacher, Bartenstein, Pawlicki, Jenner, Skalicky, Filzmaier, Egerth, Mitterbauer

Wien (OTS) - Wie das Österreichische Innovationssystem auch in
Zukunft wettbewerbsfähig sein kann, diskutierten Spitzenforscher,
Top-Manager und Entscheidungsträger beim diesjährigen FFG FORUM, das
am Mittwoch in Wien stattfand.

Forschung, Entwicklung und Innovation zählen zu den wichtigsten
Einflussfaktoren für Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftswachstum und
damit auch für Arbeitsplätze und Wohlstand. Zugleich sollen
Forschung, Entwicklung und Innovation dazu beitragen, die großen
gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart zu lösen: eine
nachhaltige Energie- und Umweltpolitik, leistungsfähige und
gleichzeitig Ressourcen schonende Verkehrssysteme, aber auch Fragen
der Gesundheit, des selbstbestimmten Alterns und der
Informationsgesellschaft.

Beim FFG FORUM setzten sich rund 600 Besucher mit über 40
hochrangigen Vortragenden und Diskussionsteilnehmern über Strategien
und konkrete Maßnahmen auseinander, wie Österreich das Ziel, zu den
europäischen Innovationsführern aufzuschließen, erreichen kann. Die
einhellige Meinung: Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten ist
die Frage nach dem besten Einsatz der Mittel, also nach geeigneten
Strukturen und Förderungen mit größtmöglicher Hebelwirkung, besonders
wichtig. Die FFG sei hier jedenfalls gut aufgestellt und verfüge über
die entsprechenden Instrumente, um diese Herausforderungen zu
bewältigen, betonte FFG-Aufsichtsratspräsident Peter Mitterbauer.

Mitterlehner/ Bures: Österreich auf der Überholspur

Infrastrukturministerin Doris Bures und Wirtschaftsminister
Reinhold Mitterlehner betonten die Bedeutung guter Rahmenbedingungen
für Wissenschaft und Wirtschaft als zentrale Standortfaktoren. Und
sie verwiesen auf die Erfolge der letzten Jahre: In kaum einem
anderen Land sind die Forschungsausgaben in den letzten zehn Jahren
so stark gestiegen wie in Österreich. Erstmals wird im laufenden Jahr
die Grenze von acht Milliarden Euro an Investitionen für Forschung
und Entwicklung überschritten. Um diesen Erfolgskurs fortzusetzen,
soll gemäß der neuen FTI-Strategie der Bundesregierung auch die Zahl
jener Unternehmen, die systematisch Forschung und Entwicklung
betreiben, erhöht werden - binnen zwei Jahren um zehn Prozent und bis
2020 um 25 Prozent, wie Mitterlehner betonte. Bures hob die überaus
gute Zusammenarbeit mit der Wirtschaft hervor. 11 große
Forschungsunternehmen haben die Deklaration "Innovationsland
Österreich" unterzeichnet und sind damit eine freiwillige
Selbstverpflichtung eingegangen, in den nächsten vier Jahren ihre
Forschungsausgaben um 20 Prozent zu erhöhen. Weitere Unternehmen
seien nun eingeladen, diesem Beispiel zu folgen, um das Ziel, 3,76
Prozent Forschungsquote bis 2020 möglichst schnell zu erreichen.

Politik, Wissenschaft und Wirtschaft legten beim FFG FORUM ein
klares Bekenntnis zum Forschungsstandort Österreich ab. So müssten
Rahmenbedingungen weiter optimiert und effektive Anreize gesetzt
werden. Das Zauberwort lautet "Hebelwirkung": Mit gezielten
Förderungen wird das Forschungsrisiko verringert, die Finanzierung
von Projekten erleichtert und Innovationen können rascher in
marktfähige Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden. Studien
zeigen, dass das eine unverzichtbare Unterstützung für innovative
Unternehmen darstellt: Ein Großteil der Projekte könnte ohne
Förderung nicht oder nur in einem eingeschränkten Ausmaß durchgeführt
werden.

"Wir haben gezielt Förderschwerpunkte gesetzt, um größtmögliche
Wirkung zu erzielen. Damit haben wir allein in den vergangenen drei
Jahren rund 60.000 Arbeitsplätze geschaffen, oder längerfristig
gesichert. Dazu kommen noch 5.600 hochwertige
Forschungsarbeitsplätze, die mithilfe der Projekte des BMVIT direkt
in den Kompetenzzentren an den Universitäten oder in den Unternehmen
geschaffen werden", so Bures.

Kleine Unternehmen im Fokus

Dabei kommt gerade den Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU)
eine besondere Bedeutung zu. Für sie wurde in den letzten Jahren eine
Reihe von speziellen Unterstützungsmaßnahmen, wie etwa der
Innovationsscheck, entwickelt, die sich durch ein vereinfachtes
Verfahren und besonders rasche Entscheidungswege auszeichnen. "Mit
unserem Innovationsscheck, den wir gerade auf 10.000 Euro aufgestockt
haben, setzen wir einen starken Impuls, um noch mehr Klein- und
Mittelbetriebe mit Forschung und Entwicklung in Verbindung zu
bringen", sagte Mitterlehner. Mit dem KMU-Paket wurde in den letzten
Monaten noch ein weiterer wichtiger Impuls gesetzt, so
Infrastrukturministerin Doris Bures.

Aber nicht nur quantitativ, auch qualitativ wurde das
Innovationssystem in den letzten Jahren optimiert. Im Bereich der
Forschungsförderung wurde die auf Wissenschaftsdisziplinen
ausgerichtete Projektfinanzierung weitgehend durch eine Förderung
abgelöst, bei der gezielt auch die Anwender und betroffene
Interessensgruppen eingebunden werden oder bestimmte Strukturen
optimiert werden.

Nicht zuletzt setzt auch die Forschungsstrategie auf einen breiten
Innovationsbegriff, der Fragen der Standortpolitik ebenso wie der
Humanressourcen und der Chancengleichheit ganz wesentlich umfasst.
Als besonders wichtiges Zukunftsfeld nannte Wirtschaftsminister
Reinhold Mitterlehner zudem die wissensbasierten Dienstleistungen,
die im Rahmen der Dienstleistungs-Initiative des
Wirtschaftsministeriums ebenfalls von der FFG gefördert werden
können. "Das Wachstumspotenzial ist enorm", so Mitterlehner.

Zusammenarbeit schafft Erfolg

Als zentralen Erfolgsfaktor im Innovationsprozess sahen viele
Diskussionsteilnehmer des FFG FORUMs die Zusammenarbeit von
Wissenschaft und Wirtschaft. In Österreich mangle es vielfach nicht
an der Qualität der Forschung, sondern an der Umsetzung in
wirtschaftliche Erfolge, so der Tenor. Verstärkte Anstrengungen im
Rahmen von Kooperationsprojekten, Exzellenzentren und Maßnahmen für
Unternehmensgründung und Technologietransfer seien zentral. Daher
nimmt auch das Thema der Zusammenarbeit und der Überleitung von
Forschungsergebnissen aus der Grundlagenforschung in wirtschaftliche
Erfolge einen zentralen Stellenwert im Förderportfolio der FFG ein,
wie beide Minister betonten. Immerhin würde rund ein Drittel des
FFG-Förderbudgets an Hochschulen und Forschungsinstitute
ausgeschüttet, zum Großteil im Rahmen von Kooperationsprojekten.

Fotos unter www.ffg.at/ffgforum

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Linde Tuscher
   Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG
   Sensengasse 1, 1090 Wien
   Tel  +43 (0)5 7755 - 6010
   Mobil +43 (0)664 85 69 028
   [email protected]
   www.ffg.at

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