- 15.09.2011, 12:50:39
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Leitl fordert klares Bekenntnis zum Euro und Systemreformen
Die EU-Kommission erwartet nur geringes Wachstum für EU und Eurozone
Wien (OTS/PWK642) - "Nur durch eine einheitliche Europapolitik
mit einem klaren Bekenntnis zum Euro, eine gemeinsame
Wirtschaftspolitik sowie einen konsequenten Abbau der Schulden kann
Europa gestärkt aus der Krise hervorgehen", betonte Christoph Leitl,
Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, nach der Präsentation der
neuesten Wirtschaftsprognose der EU-Kommission heute in Brüssel. Für
eine nachhaltige Budgetkonsolidierung seien umfangreiche und
zukunftsorientierte Systemreformen unerlässlich: "Sie sind nicht nur
ein wesentlicher Schritt zur Konsolidierung der öffentlichen
Haushalte, sie bergen auch ein enormes Potenzial zur Entlastung der
Wirtschaft und der Bevölkerung insgesamt", betont Leitl. Nur wenn bei
den schon lange notwendigen Einsparungen und Reformen in der
Verwaltung sowie im Pensions-, Bildungs- und Gesundheitsbereich
endlich aufs Tempo gedrückt werde, seien Produktivität, Wachstum und
Arbeitsplätze langfristig gesichert.
Durch das kräftige Wachstum im ersten Quartal werden für den
Euroraum und die EU für das Gesamtjahr 2011 weiterhin ein Wachstum
von 1,6 bzw. 1,7 Prozent prognostiziert. Für die zweite Jahreshälfte
wurden die Wachstumsprognosen allerdings zurückgeschraubt: So werden
für das dritte und vierte Quartal für die EU insgesamt 0,2 %, für den
Euroraum im dritten und vierten Quartal 0,2 bzw. 0,1 Prozent
Steigerung des BIP erwartet.
"Sanieren und Investieren muss das Motto lauten", so Leitl. Vor
allem dem Bereich Innovation und Forschung komme eine Schlüsselrolle
zu: "Die Zukunft liegt in der Innovation und Kreativität. Wir haben
große Herausforderungen zu bewältigen, aber wir haben auch große
Talente und Begabungen. Diese gilt es, entsprechend zu fördern, um
ihr großes Potenzial freizusetzen." Oberstes Ziel müsse die Sicherung
und der weitere Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes
Österreich bleiben: "Was unsere Unternehmen nicht brauchen, sind
zusätzliche Verunsicherungen wie etwa die Ankündigung neuer Steuern."
"Ein attraktiver Unternehmensstandort ist essentiell für
nachhaltiges Wachstum. Unternehmerisches Engagement muss belohnt und
nicht durch unzählige starre Bestimmungen und Überregulierung
bestraft werden", so der WKÖ-Präsident. Die Wirtschaftskammer
Österreich trägt aktiv zur Umsetzung der nötigen Reformen und der EU
2020-Ziele in Österreich bei: Beste Beispiele hierfür sind die im
österreichischen Nationalen Reformprogramm erwähnten Maßnahmen und
Aktivitäten der WKÖ sowie das WKÖ-Zukunftsprogramm. (FA)
Rückfragehinweis:
EU-Büro der Wirtschaftskammer Österreich
Mag. Franziska Annerl, Tel.: +32/474/472594
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