OTS0250   14. Sept. 2011, 15:03

ÖH zu Töchterle: Beihilfen gegen Studiengebühren ist ein zynischer Abtausch

Es braucht einen echten Ausbau des Beihilfensystems für Studierende


Scharfe Kritik der ÖH Bundesvertretung erntet der
Vorschlag von Wissenschaftsminister Töchterle, die Studiengebühren
wieder einzuführen und im Gegenzug die Beihilfen für Studierende
auszubauen. "Es ist ein zynischer Abtausch, wenn Töchterle bei den
Studierenden abkassiert und ihnen im Gegenzug einen Bruchteil als
Beihilfe wieder abgibt. Gerade wurde zehntausenden Studierenden die
Familienbeihilfe gestrichen - Studiengebühren wären da die nächste
unerträgliche Belastung", so Peter Grabuschnig, ÖH-Generalsekretär.

"Die OECD hat uns darauf hingewiesen, dass wir mehr Studierende
brauchen. Mit Einführung der Studiengebühren haben 45.000 Studierende
ihr Studium abgebrochen - sie konnten es sich nicht mehr leisten.
Finanzielle Gründe sind der häufigste Grund für den Studienabbruch",
so Angelika Gruber vom ÖH-Vorsitzteam. "Anstatt Studiengebühren
braucht es endlich die öffentliche Ausfinanzierung der Universitäten
und einen echten Ausbau des Beihilfensystems, damit Studieren wieder
leistbar wird - alles andere wäre kurzsichtig", so Gruber weiter.

"Die Reform des Beihilfenwesens ist überfällig: Lediglich 18% der
Studierenden erhalten durchschnittlich 230 Euro im Monat - das reicht
nicht zum Leben. Außerdem wurde die Studienbeihilfe seit Jahren nicht
an die Inflation angepasst", so Martin Schott vom ÖH-Vorsitzteam.
"Töchterle darf die ÖH, die im ständigen Kontakt mit den betroffenen
Studierenden steht, dabei aber nicht vor vollendete Tatsachen
stellen", so Schott abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0250 2011-09-14 15:03 141503 Sep 11 NHO0001 0234



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