• 14.09.2011, 13:55:55
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Wohlmuth/Moitzi: Jung und Alt nicht auseinanderdividieren!

Pensionisten werden von Kurz unterschwellig diskriminiert

Wien (OTS) - Pensionistenverbands-Generalsekretär Andreas Wohlmuth
und der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Wolfgang Moitzi lehnen
den Vorschlag von ÖVP-Staatssekretär Kurz, Gesetze auf ihre
Generationentauglichkeit zu prüfen, zwar nicht kategorisch ab. Aber:
"Grundsätzlich solle ja von vornherein jedes Gesetz umfassend auf
seine Folgen geprüft werden, auf die finanziellen Folgen ebenso wie
auf die Auswirkungen auf Frauen und Männer und auch auf die
Generationen", so Wohlmuth.

Wohlmuth verwahrt sich aber im Namen der zwei Millionen
Pensionisten, dass mit dem Kurz-Vorschlag "wieder einmal
unterschwellig die Pensionisten diskriminiert werden, in dem sie als
Sündenböcke dargestellt und in das Sozialschmarotzer-Eck gedrängt
werden". Wohlmuth: "Die Pensionen sind kein Geschenk des Staates. Die
Menschen zahlen ein Leben lang in das Pensionssystem ein und erhalten
in der Pension die entsprechende Gegenleistung."

Für den Vorsitzenden der SJ-Vorsitzenden Moitzi ist vor allem
wichtig "dass Jung und Alt nicht auseinander dividiert werden
dürfen." Wir brauchen den Generationen-Vertrag als wichtiges
gesellschaftspolitisches Fundament unseres Sozialstaates. "Wo führt
das hin, wenn wir jetzt damit anfangen, den Kindern die
Betreuungskosten, den Jungen die Ausbildungskosten, den Alten die
Pensionskosten vorzurechnen und jede gesellschaftlichen Gruppierung
als Aufwand zu betrachten. Sind die Menschen nur mehr Kostenfaktoren?
Wir bekennen uns zur Generationensolidarität und leben das auch in
unseren Organisationen", so Moitzi und Wohlmuth, die heuer den
Generationendialog gestartet haben. "Wir brauchen für die Jugend die
beste Ausbildung, brauchen eine hohe Beschäftigung und eine sicheres
Pensionssystem", so Wohlmuth und Moitzi.

Der SJÖ-Vorsitzende empfiehlt StS Kurz, den völlig abgetauchten
Jugendminister Mitterlehner auf etwas aufmerksam zu machen:
"Jugendpolitik darf doch nicht heißen, Pensionen zu kürzen und
Studiengebühren einzuführen", so Moitzi abschließend.

Rückfragehinweis:
Daniel Auer, Pensionistenverband Österreichs
Tel. +43/1/313 72 - 31
[email protected]

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