• 14.09.2011, 13:48:25
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31 % mehr Bioenergie bis 2020

Drei Viertel der Ölheizungen in österreichischen Haushalten ersetzbar

Wien (OTS) - "Um 31 % auf 237 Petajoule könnte der energetische
Endverbrauch von Bioenergie in Österreich bis 2020 erhöht werden",
präsentiert Dr. Horst Jauschnegg, Vorsitzender des Österreichischen
Biomasse-Verbandes, die aktuelle Verbandsprognose. "Insbesondere am
Wärmemarkt ist in Österreich viel Spielraum nach oben vorhanden und
deshalb eine Energiewende beim Heizen ein Gebot der Stunde."

Zusätzlich 545.000 Haushalte mit Biowärme.

Der Wärmemarkt wird mit einem erwarteten Anteil von rund 76 %
weiterhin der dominierende Einsatzbereich für Biomasse sein. Das
Biowärme-Ausbaupotenzial bis 2020 wird auf 38 Petajoule geschätzt -
ein Plus von 26 % auf 181 Petajoule. Es wird erwartet, dass etwa 60 %
des Ausbaupotenzials auf Einzelfeuerungen entfallen. Um dieses
Biowärme-Ausbaupotenzial in den Markt bringen zu können, müssten bis
2020 zusätzlich Biowärmeanlagen mit einer thermischen Leistung von
rund 5050 MW installiert werden. Damit könnten zusätzlich 500.000
Haushalte bei einer angenommenen Heizleistung von 10 kW je Haushalt
von fossilen Energieträgern auf Biowärme umgestellt werden. Durch
Modernisierungen alter Biomasse-Anlagen kämen weitere 45.000 neue
Haushalte hinzu, die mit der frei gewordenen Biomasse versorgt werden
könnten. "2009/10 waren 738.666 Ölheizungen installiert. Bis 2020
sind etwa drei Viertel davon durch Biomasse-Heizanlagen ersetzbar",
ergänzt Jauschnegg.

Ohne Rohstoff-Mobilisierung kein Ausbau.

Rund die Hälfte des Ausbaupotenzials entfallen auf holz-basierte
Rohstoffe (inklusive Lauge), 21 % stammen von Biotreibstoffen, 17
% steuert Biogas bei und 9 % kommen von sonstigen biogenen festen
Brennstoffen. Nur auf Basis der Ressourcen aus der Forst- und
Holzwirtschaft erhöht sich der Biomasse-Einsatz maximal um 15 %. Als
Hoffnungsmarkt für neue Ressourcen gilt die Landwirtschaft. Bis 2020
könnte der Anbau von Energiepflanzen als Hauptfrucht von 46.500 auf
122.000 Hektar ausgeweitet werden, davon rund 80 % auf Ackerland und
20 % auf Grünland. Damit würden 2020 etwa 7,2 % des Ackerlandes und
1,4 % des Dauergrünlandes Österreichs zur Energieproduktion genutzt.
Darüber hinaus könnten auf 23.000 Hektar Zwischenfrüchte produziert
und von 150.000 Hektar Acker- und Grünland Reststoffe zur
Energieerzeugung verwendet werden.

CO2-Steuer, Ressourcenabgabe und Förderaktion empfohlen.

"Damit dies gelingen kann, sind konstante und verlässliche
Rahmenbedingungen bei den Bundes- und Landesförderungen sowie
flankierende Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Qualitätssicherung
erforderlich", schildert der Vorsitzende. Für die Finanzierung der
Energiewende empfiehlt der Österreichische Biomasse-Verband die
Einführung einer CO2-Steuer, einer fossilen Ressourcenabgabe und
einer langfristigen sowie bundesweit einheitlichen Förderaktion für
Biomassekleinfeuerungen des Klima- und Energiefonds.

Detailinfos sind in der Broschüre "Bioenergie 2020" ersichtlich.
Zahlreiche Abbildungen, Tabellen und Grafiken stehen unter
www.biomasseverband.at im Downloadbereich zur Verfügung.

Rückfragehinweis:
DI Antonio Fuljetic,
Tel.: +43 (0)1 533 0797 - 31,
Email: [email protected]

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