OTS0207   14. Sept. 2011, 13:31

Frauenministerin Heinisch-Hosek: "Gleichstellung sollte in Leitbildern aller Unternehmen verankert sein"

Einkommensbericht der VAMED-KMB an die Ministerin übergeben


"Einkommensberichte sind wichtige Bausteine im
nationalen Aktionsplan für Gleichstellung", sagte Frauenministerin
Gabriele Heinisch-Hosek heute bei der Übergabe des freiwilligen
Einkommensberichtes der Firma VAMED-KMB, eines der größten
österreichischen Unternehmen für Krankenhaus-Facility-Management.
"Einkommensberichte sind ein Teil jener 55 Maßnahmen zur
Gleichstellung von Frauen und Männern. Sie gehören zum nationalen
Aktionsplan der Bundesregierung."

Unternehmen und BetriebsrätInnen würden das Thema der
geschlechtsspezifischen Einkommensunterschiede sehr ernst nehmen, wie
VAMED vorbildlich als Best-Practice-Beispiel zeige. "Es ist
großartig, dass ich gemeinsam mit einem Unternehmen hier stehe, das
freiwillig einen Einkommensbericht erstellt hat und zeigt, dass auch
ihm Transparenz ein Anliegen ist", sagte die Ministerin.
"Gleichstellung sollte in den Leitbildern aller Unternehmen verankert
sein. Ich gratuliere, dass es hier so ist und hoffe, dass sich diese
Analysen auch positiv im Geldbörserl der Frauen niederschlagen
werden."

Nachdem die Analysen nun aufliegen, sei der nächste Schritt klar.
Ungerechtfertigte Ungleichheiten müssten behoben werden. Das wurde
von den Vertretern des Betriebes auch zugesagt, denn man sei stolz
auf die gelebte Sozialpartnerschaft, die sich in diesem freiwilligen
Einkommensbericht widerspiegle.

Seit 31. Juli sind österreichische Unternehmen mit mehr als 1.000
MitarbeiterInnen gesetzlich verpflichtet, Einkommensberichte
vorzulegen. Wie die Ministerin erläuterte, habe sie im Sommer die 180
betroffenen Unternehmen angeschrieben. Knapp die Hälfte habe bereits
geantwortet. Das sei ein sehr positives Ergebnis.

"Nicht nur, dass die Unternehmen auch wirklich Einkommensberichte
erstellen, bei vielen Unternehmen werden nun die Entlohnungsmodelle
sehr genau angeschaut", sagte Heinisch-Hosek. "Die Einkommensberichte
regen eine breite Diskussion über faire Entlohnung an und sorgen in
Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung dafür, dass die
Chancengleichheit von Frauen und Männern verbessert wird."

Dass dieser Betrieb einen Einkommensbericht vorlege habe
Vorbildwirkung. "Denn hier gibt es ein Unternehmen, das nicht muss,
es aber dennoch tut. Das ist mehr als nur ein Symbol", sagte die
Frauenministerin abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0207 2011-09-14 13:31 141331 Sep 11 NBU0003 0327



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Rückfragehinweis: Dr. Julia Valsky
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: (01) 531 15 - 2149,
0664/610 62 76
julia.valsky@bka.gv.at

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