Internationales Universitätsnetzwerk Politische Kommunikation startet in Niederösterreich
Landeshauptmann Pröll unterzeichnet mit Rektoren den Vertrag für netPOL
St. Pölten (OTS) - Unbeeindruckt von bundespolitischen
Diskussionen um die Finanzierung österreichischer Universitäten setzt
das Land Niederösterreich seinen Weg bildungspolitischer Innovationen
fort. Auf Initiative von Landeshauptmann Erwin Pröll wird am
Mittwoch, 14. September, im Sankt Pöltener Landhaus der Vertrag für
netPOL (http://netpol.at) unterzeichnet. Dieses Netzwerk für
Politische Kommunikation stellt als Zusammenarbeit von Universitäten
aus vier Ländern ein Novum dar.
"Für Niederösterreich ist diese Vertragsunterzeichnung ein
weiterer Schritt zur internationalen wissenschaftlichen Vernetzung
und zur Stärkung des Wissenschaftsstandortes", betont Landeshauptmann
Dr. Erwin Pröll. Niederösterreich setze seit Jahren "gezielt auf den
Schwerpunkt Wissenschaft und Forschung" und habe "in den vergangenen
fünf Jahren rund 590 Mio. Euro in seine Wissenschafts- und
Bildungslandschaft" investiert, so Pröll. Im Thema "Politische
Kommunikation" sieht der Landshauptmann "große gesellschaftliche
Relevanz": "Es geht um Fragen, wie die Bürgerinnen und Bürger die
Politik wahrnehmen und an ihr teilnehmen. Dieses internationale
Wissenschaftsnetzwerk ist daher auch ein Beitrag, um politische
Entscheidungen bürgernäher zu machen und die Politikverdrossenheit
abzubauen."
Mit länderübergreifenden Lehrprogrammen und Forschungsprojekten
fördert netPOL eine interdisziplinäre Verknüpfung der Themenbereiche
Politik, Wirtschaft und Medien. Den Schwerpunkt wird ein für 2012/13
vorgesehenes und für den Forschernachwuchs konzipiertes
Doktoratsstudium bilden, das sich vor allem mit Kommunikation und
Politischer Bildung in EU-ropa beschäftigt.
Partner des vom Land Niederösterreich unterstützten Netzwerks sind
die Donau-Universität Krems und die Karl-Franzens-Universität Graz,
sowie die Andrássy Universität in Budapest, die Deutsche Universität
für Weiterbildung (DUW) in Berlin und die Babes-Bolyai-Universität im
rumänischen Cluj. Das federführende Niederösterreich ist durch die NÖ
Forschungs- und Bildungsgesellschaft (NFB) vertreten. Mit der
Entwicklung und Koordination wurde das vom Politikwissenschaftler
Peter Filzmaier geleitete Institut für Strategieanalysen (ISA)
beauftragt. Die Anstellung von Mitarbeitern erfolgt durch den
Österreichischen Austauschdienst (OeAD).
Politikwissenschafter Peter Filzmaier betont die Besonderheit und
Neuartigkeit eines solchen Netzwerkes: "Es ist mit netPOL gelungen,
dass Universitäten in europaweiter Zusammenarbeit gesellschaftlich so
zentrale Themen wie die Entwicklung der Mediendemokratie und die
EU-ropäische Politische Bildung in den Mittelpunkt ihrer Studien- und
Lehrtätigkeit stellen."
netPOL will im Rahmen seiner Aktivitäten auch zur Stärkung der
Politik- und Kommunikationswissenschaft in Zentral- und Osteuropa
beitragen. Damit sollen sich entsprechend den gleichnamigen
EU-Initiativen für die Wissenschaft und auch Wirtschaft weitere
Potentiale im Donau- und Schwarzmeerraum erschließen. Neben dem
Doktoratsstudium werden erprobte Lehrgänge wie jener zur Politischen
Kommunikation der Donau-Universität und European Public Affairs der
DUW ebenso im Mittelpunkt stehen wie innovative Online-Lerneinheiten
und "blended learning".
Mobil: +43 (0) 664 22 43 823
daniela.ingruber@netpol.at
http://netpol.at














