OTS0146   14. Sept. 2011, 11:58

ANSCHOBER/FRAUENBERGER/LEITNER: KonsumentenschutzreferentInnen fordern bis Jahresende Gütezeichengesetz für Österreich


Seit eineinhalb Jahren existiert in Österreich
keine Regelung für Gütezeichen mehr, da die aus der Mitte des letzten
Jahrhundert stammende Verordnung mit Jahresbeginn 2010 ausgelaufen
ist. Die KonsumentenschutzreferentInnen der Bundesländer haben daher
zum Ende ihrer diesjährigen Tagung in Linz den Beschluss eines
wirksamen Gütezeichengesetzes bis Jahresende gefordert - damit
wirklich ehrlich drauf steht, was drin ist, die KonsumentInnen
ehrlich informiert werden und der verwirrende Wildwuchs an privaten
Kennzeichen gestoppt wird. Belege für die Notwendigkeit sind für die
für den Konsumentenschutz zuständigen LandespolitikerInnen unter
anderem:

- Der Listerienskandal um den sogenannten "Hartberger Bauernquargel",
der ursprünglich weder aus Hartberg stammt noch ein klassisches
Bauernprodukt ist.
- Gentechnik in Lebensmitteln, bei denen es endlich ein klares
Gütezeichen für Gentechnik-Freiheit geben muss, die auch die
Fütterung von Tieren berücksichtigt.

Die KonsumentenschutzreferentInnen fordern daher staatliche
Gütezeichen, die nach klaren Standards vergeben und streng
kontrolliert werden und fordern von der Bundesregierung eine
Entscheidung bis Jahresende. Oberösterreichs
KonsumentInnenschutz-Landesrat Rudi Anschober: "Es muss endlich
Schluss sein mit dem gesetzesfreien Raum. KonsumentInnen müssen
darauf vertrauen können, dass auf dem Produkt drauf steht, was drin
ist. Dazu braucht es staatliche Gütezeichen, strenge und transparente
Standards und konsequente Kontrolle."

"In den letzten Jahren wurden immer mehr und immer neue Gütesiegel in
Umlauf gebracht. Kaum jemand kennt sich im Gütesiegel-Dschungel des
Supermarktes noch aus. Ein neues Gütezeichengesetz muss
Konsumentinnen und Konsumenten zu einem besseren Durchblick beim
Einkauf verhelfen. Dieses Gesetz sollte klar regeln, was ein
Gütezeichen ist, wer es vergibt und an welche Bedingungen es geknüpft
ist. Denn gut informierte KonsumentInnen kaufen besser ein",
unterstreichen die Wiener Landesrätin für KonsumentInnenschutz,
Sandra Frauenberger und Nö. Landeshauptmann-Stv Dr. Josef Leitner .
Den Bemühungen von Gesundheitsminister Stöger um eine
Gütezeichenregelung, die den Lebensmittelbereich miteinschließt,
sichern sie volle Unterstützung zu.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
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Rückfragehinweis: Büro Landesrat Rudi Anschober,
Mag.a Sandra Urban,
sandra.urban@ooe.gv.at,
Tel. 0664 / 829 86 51,
Promenade 37,
4020 Linz,
www.anschober.at

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