• 14.09.2011, 11:55:23
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Wiener Städtische sieht Handlungsbedarf bei privater Pflegevorsorge - BILD

Im Bild v.l.n.r.: Dr. Judit Havasi, Vorstandsdirektorin Wiener Städtische Versicherung, Mag. Robert Lasshofer, Generaldirektor Wiener Städtische Versicherung

Wien (OTS) - Aufgrund des demografischen und gesellschaftlichen
Wandels ist die Pflegevorsorge eines der zentralen Zukunftsthemen.
Die Bevölkerung altert, die Kosten steigen und laut einer Umfrage der
Wiener Städtischen gemeinsam mit GfK Austria wird die Relevanz des
Themas Pflege in der Bevölkerung unterschätzt.

Derzeit gibt es in Österreich 440.000 PflegegeldbezieherInnen, das
sind 5,2 Prozent der Bevölkerung. Der Pflegegeldaufwand betrug nach
dem letzten Vorsorgebericht des Sozialministeriums (BMASK, 2009) rund
2,2 Mrd. Euro. In den vergangenen zehn Jahren ist der Aufwand um fast
43 Prozent gestiegen - dieser Trend wird sich auch in Zukunft
fortsetzen : Für 2030 prognostiziert das
Wirtschaftsforschungsinstitut Pflegekosten (Mittelszenario) von rd.
8,45 Mrd. Euro und somit eine Vervierfachung der heutigen Kosten.
Gründe dafür sind die Altersstruktur der Bevölkerung - sind heute 23
Prozent der Bevölkerung über 60, werden es laut Statistik Austria
2030 mehr als 30 Prozent sein -, sowie die steigende Zahl der Singles
und der Rückgang der familiären Pflege .

Umfrage bestätigt: Bevölkerung verdrängt und unterschätzt

In der Bevölkerung ist das Bewusstsein zum Thema Pflegevorsorge
grundsätzlich vorhanden, konkret mit dem Thema auseinandergesetzt hat
sich jedoch nicht einmal jeder zweite Österreicher. Dennoch, wie bei
der privaten Pensionsvorsorge, weiß jeder Zweite, dass man eigentlich
früh anfangen müsste vorzusorgen. Die momentane Anzahl von zu
Pflegenden wird unterschätzt und viele sehen den Staat in der
Pflicht, wenn die Pflegekosten die Pension überschreiten. Nur jeder
Sechste würde derzeit keine private Pflegevorsorge abschließen. Fast
die Hälfte denkt auch, dass die Abschluss-wahrscheinlichkeit steigen
würde, wenn staatliche Anreize vorhanden wären.

Private Altersvorsorge = Pensions- UND Pflegevorsorge

Vorsorge für die Sicherheit zu treffen ist zentrales Thema der
Wiener Städtischen und das ist es auch, was die ÖsterreicherInnen von
einem Versicherungsunternehmen erwarten. "Was wir in der privaten
Pensionsvorsorge geschafft haben, muss auch im Pflegebereich gelingen
- eine stärkere
individuelle Absicherung. Der Staat tut heute sehr viel, ich bin
jedoch überzeugt davon, dass auf Grund der zukünftigen demografischen
und finanziellen Entwicklungen private Vorsorge auch im Pflegebereich
unabdingbar wird", betont Lasshofer, und weiter: "Die Umfrage zeigt,
dass die Menschen in einem staatlichen Anreizsystem großen Nutzen
sehen. Deshalb plädiere ich dafür, das im Pensionsbereich gut
funktionierende Anreizsystem der 'geförderten Zukunftsvorsorge' auch
auf den Pflegebereich auszudehnen. Damit kann ein sehr gut
funktionierendes Instrument zu mehr Selbstverständlichkeit und vor
allem zu mehr Motivation für private Absicherung im Pflegefall
geschaffen werden."

Je früher, desto besser - Leistungsversprechen gilt ein Vertragsleben
lang

Die Umfrage zeigt: Mehr als die Hälfte der Befragten ist bereit,
finanzielle Mittel für Pflegevorsorge (bis zu 50 Euro/Monat)
auszugeben. Und diese kostet oftmals weniger als gedacht. Wie in der
Pensionsvorsorge gilt hier der Grundsatz: Je früher begonnen wird,
desto günstiger ist die Prämie.

Ein 30-jähriger Mann erhält beispielsweise den
Basis-Versicherungsschutz (Leistung ab Pflegestufe 4) bereits um 4
Euro monatlich, ein 50-jähriger Mann erhält denselben Schutz um rund
12 Euro pro Monat. Und das Leistungsversprechen, das bei
Vertragsabschluss gegeben wird, hält ein Leben lang - unabhängig
davon, ob Leistungen des Staates bei einzelnen Pflegestufen gekürzt
werden bzw. ganz wegfallen. "Sobald ein Kunde im Pflegestufensystem
eingestuft ist, wird die Leistung der privaten Pflegeversicherung
ausbezahlt - bei Bedarf ein Leben lang", betont Lasshofer. Zum
Beispiel wurden 2011 die Eingangsvoraussetzungen für die Pflegestufe
1 von 50 auf 60 Stunden Pflegebedürftigkeit/Monat erhöht. Für die
private Pflegeversicherung bleibt die Eingangsvoraussetzung bis
Vertragsende bei 50 Stunden bestehen. "Das heißt, etwaige Änderungen
im staatlichen Pflegestufensystem haben für die private
Pflegeversicherung keinerlei Auswirkungen. Das bei Abschluss gegebene
Leistungsversprechen bleibt genau so weiter bestehen", stellt
Lasshofer dar. Zusätzlich gilt ein Wechsel in die höhere Pflegestufe
nicht nur für das staatliche, sondern immer auch für das
Extra-Pflegegeld der Wiener Städtischen. Dieses läuft - im Gegensatz
zum gesetzlichen Pflegegeld - auch während eines Spitalsaufenthaltes
weiter. Neben dem privaten Pflegegeld, über das frei verfügt werden
kann, ist die Inanspruchnahme von Hilfe bei der Organisation von
Pflegeleistungen kostenlos möglich.

Neu: Pflege-Bonus - Zahlung auch ohne Pflegebedürftigkeit

Die Wiener Städtische setzt in der Innovation der Pflegeprodukte
neue Parameter: Der neue Zusatztarif "Pflege-Bonus" sichert bei
Leistungsfreiheit regelmäßige Rückzahlungen, sodass man auf jeden
Fall von der Versicherung profitiert: Ab dem 65. Geburtstag erhält
der Kunde je nach gewählter Produktstufe Geld zurück - und das alle
fünf Jahre. "Damit wollen wir ein weiteres Signal in Richtung
Kundennutzen und Bewusstseinssteigerung setzen und die Attraktivität
der privaten Pflegevorsorge bei den KundInnen steigern", erklärt
Lasshofer die Motivation für das neue Produkt "Pflege-Bonus". Diesen
Zusatztarif kann man bei Vertragsstart abschließen und
selbstverständlich auch bei bestehenden Verträgen ergänzen.

Ende 2010 waren in Österreich rund 60.000 Menschen privat
pflegeversichert. "Die Wiener Städtische hat 2004 die erste
Pflegeversicherung vorgestellt und ist heute Marktführer. Das ist per
se zwar erfreulich, aber noch kein Grund zum Jubeln. Zahlen, Daten
und künftige Entwicklungen sprechen zwar für sich, jedoch: Wie auch
aus der Umfrage hervorgeht - das Thema Pflege wird von den Menschen
noch weitgehend verdrängt. Mit dem Vorschlag eines Anreizsystems und
gut durchdachten Produktlösungen wollen wir zur
Bewusstseinssteigerung für mehr private Vorsorge beitragen", so
Lasshofer abschließend.

Die detaillierte Pressemappe und nähere Informationen zur Umfrage
finden Sie unter:
http://www.wienerstaedtische.at/presse/pressetermine.html

Die WIENER STÄDTISCHE Versicherung AG Vienna Insurance Group ist
mit einem Prämienvolumen von rund 2,4 Mrd. Euro die führende
österreichische Versicherung und verfügt weiters über
Zweigniederlassungen in Italien und Slowenien. In neun
Landesdirektionen und 140 Geschäftsstellen in ganz Österreich werden
mehr als 1,3 Mio. KundInnen betreut. Diese finden in der WIENER
STÄDTISCHE Versicherung einen innovativen und verlässlichen Partner
für sämtliche Bedürfnisse sowohl in privaten Lebenssituationen als
auch im Gewerbe- und Firmenkundenbereich. Der Marktanteil beträgt
rund 14,5 Prozent.

Die WIENER STÄDTISCHE Versicherung ist die größte
Einzelgesellschaft des Internationalen Versicherungskonzerns VIENNA
INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe (VIG) mit Sitz in Wien.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

WIENER STÄDTISCHE Versicherung 
   Mag. Claudia Riebler
   Leitung Unternehmenskommunikation
   Schottenring 30, 1010 Wien
   Tel.: +43 (0)50 350-21336
   Fax: +43 (0)50 350 99-21336
   E-Mail: [email protected]
   
   Die Presseaussendung finden Sie auch unter http://www.wienerstaedtische.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WSV

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