- 14.09.2011, 11:01:24
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Allianz Vermögensreport: Österreicher zweitbeste Schuldner in Westeuropa
Wien (OTS) -
In Westeuropa haben nur private Haushalte in Belgien weniger Schulden
als Herr und Frau Österreicher, wie der aktuelle Allianz "Global
Wealth Report" zeigt. Im weltweiten Vergleich rangiert Österreich
beim Pro-Kopf-Vermögen an 18. Stelle, das globale Brutto-Geldvermögen
hat mit 95 Billionen Euro einen neuen Rekordwert erreicht. In Sachen
Vermögensbildung legen Versicherungen in der Gunst der
Österreicherinnen und Österreicher zu.
"Der globale Trend zu mehr Sicherheit bei der Vermögensbildung steht
auch hierzulande hoch im Kurs: Herr und Frau Österreicher setzen bei
privater Vorsorge zunehmend auf die Lebensversicherung", kommentiert
Dr. Wolfram Littich, Vorstandsvorsitzender der Allianz Gruppe in
Österreich, die aktuellen Ergebnisse des Allianz Global Wealth
Report.
Private Verschuldung: Österreicher mit zweitniedrigsten Schulden in
Westeuropa
In der Allianz Studie "Global Wealth Report" wurde die Vermögens-
und Schuldenlage der privaten Haushalte in 50 Ländern analysiert. Im
Umgang mit privaten Schulden hat bei den Haushalten ein Umdenken
eingesetzt: Die Schuldenquote (Schulden der privaten Haushalte in
Prozent des BIP) hat sich im globalen Maßstab seit Ende 2007 um 3,5
Prozentpunkte auf 67 Prozent verringert. Hinter diesem Wert
verstecken sich jedoch große regionale Unterschiede, die eng mit der
Vermögenshöhe korrelieren: Private Verschuldung ist vor allem ein
Problem der reicheren Länder, wo die Schuldenquote im Durchschnitt
bei 88 Prozent liegt. In den ärmeren Ländern liegt sie dagegen gerade
einmal bei 20 Prozent. Gäbe es ein Maastricht-Ziel für private
Haushalte, so wären die Österreicher im Europavergleich mit einer
privaten Schuldenstandsquote von 57,7 Prozent westeuropäischer
Musterschüler, nur getoppt von den Belgiern (55,7 Prozent). Auf den
Plätzen drei und vier folgen die Italiener (58,0 Prozent) und die
Deutschen (61,6 Prozent). "So manche Regierung könnte sich bei ihren
Bürgern ein Beispiel nehmen", so Littich. Den höchsten privaten
Schuldenstand haben die Dänen (153,0 Prozent).
Pro-Kopf-Vermögen: Schweiz auf Platz 1, Österreich hinter Deutschland
Die kräftige Erholung der Weltwirtschaft im vergangenen Jahr hat
sich auch für die Sparer bezahlt gemacht: Das globale
Brutto-Geldvermögen kletterte 2010 um 6,2 Prozent auf insgesamt
95.300 Milliarden Euro. Damit wird der bisherige Rekordwert des
Jahres 2007 übertroffen. Mit einem durchschnittlichen
Brutto-Geldvermögen von 59.346 Euro pro Kopf gehört Österreich
erwartungsgemäß zu den reicheren Ländern. Allerdings rangiert es nur
auf Platz 18 der Rangliste der reichsten Länder, direkt hinter
Deutschland. Wie im letzten Jahr wird diese Liste mit großem Abstand
von der Schweiz mit 207.393 Euro angeführt, die bei diesem
internationalen Vergleich allerdings von der Aufwertung des Franken
profitierte. Auf den Plätzen 2 bis 5 folgen die USA, Japan, Dänemark
und die Niederlande.
Trend zu Sicherheit bei Vermögensbildung
Darüber hinaus bewährt sich seit der Finanzkrise auch die
vergleichsweise konservative Anlagestruktur, die zunehmend nicht nur
für Österreich charakteristisch ist. Weltweit und dabei besonders in
den reicheren Ländern ist der Trend hin zu sicheren Anlagen
unübersehbar. Seit 2000 hat der Anteil von Bankeinlagen am
Vermögensportfolio weltweit um gut vier Prozentpunkte zugelegt (von
28 auf 32 Prozent), Versicherungen (29 auf 31) um 2 Prozent, der von
Wertpapieren hat hingegen rund fünf Prozentpunkte (von 40 auf 35)
verloren.
In Österreich ging der Anteil an Bankeinlagen am
Vermögensportfolio in der letzten Dekade um fünf Prozentpunkte (von
51 auf 46 Prozent) zurück; Versicherungen (von 17,6 auf 19,3 Prozent)
und Wertpapiere (von 31 auf 33 Prozent) legten um rund zwei
Prozentpunkte zu. "Die Ergebnisse zeigen, dass Herr und Frau
Österreicher den Bedarf für private Vorsorge erkennen. Angesichts des
demographischen Wandels und seiner Herausforderungen können sich die
Sparer die Flucht in renditeschwache Anlagen wie das Sparbuch
eigentlich nicht leisten", so Littich. In diesem Zusammenhang sei die
Lebensversicherung die einzige Sparform, welche nicht nur eine
Leistung an sich, sondern auch die Höhe der Pension über lange
Zeithorizonte garantieren kann, erklärt Littich. "Unsere
Gesamtverzinsung liegt seit drei Jahrzehnten im Schnitt 3,55
Prozent-Punkte über der Inflationsrate", so Littich. Das Geld sei
zudem konkurssicher und werde von einem externen Treuhänder einmal
pro Monat nach dem strengen Niederstwertprinzip kontrolliert. Die
Ängste der Menschen, dass die Inflation ansteigt und dadurch der Wert
ihrer Lebensversicherung sinkt, seien unbegründet. "Denn wenn die
Inflation ansteigt, steigt auch die Gewinnbeteiligung.
Lebensversicherung ist somit der beste Inflationsschutz", resümiert
Littich.
Ausblick: Globaler Mittelstand entsteht
Trotz des sehr unterschiedlichen Tempos der Vermögensentwicklung -
in den etablierten Industrieländern war das durchschnittliche
Wachstum deutlich niedriger als in der übrigen Welt - sind Illusionen
über das globale Wohlstandsgefälle jedoch fehl am Platze. Mit Blick
auf das Durchschnittsvermögen ist die Lücke noch immer gewaltig: auf
Basis der Wechselkurse Ende 2010 ist sie in den zurückliegenden zehn
Jahren sogar auf knapp 90.000 Euro weiter angewachsen. Allerdings
gelingt immer mehr Haushalten aus den ärmeren Regionen der Welt der
Sprung in die globale Vermögensmittelschicht, die der "Global Wealth
Report" bei einem Brutto-Geldvermögen pro Kopf zwischen 6.000 Euro
und 36.200 Euro ansiedelt. "Mittlerweile gehören 300 Millionen
Menschen aus den Entwicklungs- und Schwellenländern zur globalen
Vermögensmittelschicht, d.h. mehr als die Hälfte dieser wachsenden
Gruppe kommt nicht mehr aus den "alten" Industrieländern. Dies wird
profunde Auswirkungen auf die weltweiten Finanz- und Vermögensmärkte
haben", erklärt Allianz SE Chefvolkswirt Dr. Michael Heise. Auch das
Gesicht der Vermögensoberschicht wird immer globaler. Heute leben
bereits mehr als 10 Prozent dieser Haushalte in den Entwicklungs- und
Schwellenländern. "Dies zeigt wieder: Die Lösung unserer
gegenwärtigen Krisen und damit die Rückgewinnung des Vertrauens der
Anleger haben weitreichende Konsequenzen für das Sparverhalten - und
damit eine enorme langfristige Tragweite auch für die nächste
Generation", so Heise abschließend.
Downloads im Internet unter
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dem Ausmaß oder der Häufigkeit von Versicherungsfällen (zum Beispiel
durch Naturkatastrophen), der Entwicklung der Schadenskosten,
Stornoraten, Sterblichkeits- und Krankheitsraten beziehungsweise -
tendenzen und, insbesondere im Bankbereich, aus der Ausfallrate von
Kreditnehmern resultieren. Auch die Entwicklungen der Finanzmärkte
(z.B. Marktschwankungen oder Kreditausfälle) und der Wechselkurse
sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere
hinsichtlich steuerlicher Regelungen, können entsprechenden Einfluss
haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit
und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die hier dargestellten
Sachverhalte können auch durch Risiken und Unsicherheiten beeinflusst
werden, die in den jeweiligen Meldungen der Allianz SE an die US
Securities and Exchange Commission beschrieben werden. Die
Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, Zukunftsaussagen zu
aktualisieren.
Keine Pflicht zur Aktualisierung
Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser
Meldung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
Rückfragehinweis:
Mag. Manfred Rapolter, MA Unternehmenskommunikation Allianz Gruppe in Österreich Hietzinger Kai 101-105 1130 Wien Tel: 01/878 07 - 80690, Fax: - 40261 E-Mail: [email protected] Internet: http://www.allianz.at
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