- 13.09.2011, 13:18:20
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Tumpel zu OECD-Bildungsvergleich: Schwachpunkte im Bildungssystem rasch beheben
Zu wenige StudienanfängerInnen, zu viele ohne weiterführenden Abschluss: Bildungsreform darf nicht weiter verzögert werden
Wien (OTS/AK) - "Jetzt müssen die begonnenen Bildungsreformen
rasch fortgesetzt werden", sagt AK Präsident Herbert Tumpel zum
Abschneiden Österreichs im heute veröffentlichten
OECD-Bildungsvergleich. Der AK Präsident sieht vor allem zwei
Schwachpunkte: dass im internationalen Vergleich von vornherein zu
wenige junge Menschen eine weiterführende Ausbildung abschließen
können; und dass der Anstieg des Anteils der StudienanfängerInnen
hinter den anderen entwickelten Industriestaaten zurückbleibt.
Erfreulich sei die positive Beurteilung der österreichischen
Berufsbildung durch die OECD. "Aber wir müssen weitere Schritte
setzen", sagt Tumpel. Die begonnenen Bildungsreformen müssen rasch
fortgesetzt werden - mit einer gemeinsamen Mittelstufe und mehr
Durchlässigkeit in der Schule bis hin zur Studienberechtigung und
ausreichender Finanzierung der Hochschulen.
"Unsere jungen Leute dürfen nicht noch mehr ins Hintertreffen
geraten", sagt Tumpel. Die wichtigsten Forderungen der Arbeiterkammer
zur Bildungsreform:
+ Nur die Hauptschulen in Neue Mittelschulen umzuwandeln, ist zu
wenig. Nötig ist eine echte gemeinsame Mittelstufe, damit niemand
allein auf Grund der familiären Herkunft bei der Bildung
benachteiligt wird.
+ Um den Anteil der Jugendlichen in weiterführenden Ausbildungen
zu erhöhen, sollen sämtliche Bildungsabschlüsse bis zur Matura
kostenlos nachgeholt werden können. Auf die jüngste Vereinbarung von
Bund und Ländern, wonach vorerst Basisbildung und das Nachholen des
Hauptschulabschlusses kostenlos angeboten werden, müssen weitere
Schritte folgen. Außerdem sind effektive Frühwarn- und Auffangsysteme
für Jugendliche nötig, denen droht, vorzeitig am Bildungssystem zu
scheitern.
+ Um den Anteil der StudienanfängerInnen schneller als derzeit zu
erhöhen, fordert die Arbeiterkammer endlich ausreichende Finanzierung
der Universitäten, den deutlichen Ausbau der Fachhochschulen und die
Verbesserung des Studienbeihilfensystems. Nötig sind außerdem
Verhandlungen auf EU-Ebene, um die Kostenbelastung durch Studierende
aus anderen EU-Ländern zu vermindern.
Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Peter Mitterhuber
Tel.: (+43-1) 501 65-2347
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at
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