• 13.09.2011, 12:56:32
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Grünewald fordert Töchterle zur Abkehr vom Neoliberalismus in der Uni-Politik auf

Grüne: Töchterle spielt Unis gegeneinander aus. Dabei verlieren Alle.

Wien (OTS) - "Ich bin entsetzt, dass nur mehr die Gesetze des
Marktes über die Zahl der Studierenden in Österreich entscheiden
sollen", kommentiert der Grüne Wissenschaftssprecher, Kurt
Grünewald, die derzeitige Diskussion über die Studiengebühren, die
nach Vorschlag Töchterles von den Unis selbst eingehoben werden
sollen. Grünewald fordert die Abkehr von der Neoliberalisierung des
Unisektors: "Eine österreichweite "Gesamt-Lösung", um mehr junge
Menschen an die Unis zu holen, muss her. Nur so können wir es
schaffen, an den OECD Schnitt aufzurücken."

"Wie sollen mehr Menschen studieren können, wenn der Wettbewerb um
'teure' und 'billige' Fächer durch autonom einzuhebende
Studiengebühren entscheidet?" fragt sich Grünewald. Die Folgen dieser
Standort-Unterschiede wären, so Grünewald, nicht vorhersehbar. "Damit
spielt Töchterle die Unis gegeneinander aus. Dabei verlieren Alle."

Grünewald begrüßt die von Töchterle angekündigte Uni-Milliarde. Er
erinnert jedoch an das ursprüngliche Ziel der Regierung, die Mittel
für den tertiären Bildungssektor auf zwei Prozent des BIP bis 2020
anzuheben: "Mit der angekündigten Milliarde bis 2015, ist dieses Ziel
sicher nicht zu erreichen." Auch mit seiner niedrigen
AkademikerInnenquote ist Österreich meilenweit vom OECD-Schnitt
entfernt. Das bestätigt einmal mehr die heute veröffentlichte OECD-
Studie vom Jahr 2011.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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