- 13.09.2011, 12:42:57
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HAYEK Colloquium 2011: Obergurgl war ein Wochenende lang Nabel der Wirtschaftswelt - BILD

Obergurgl (TP/OTS) - Im Rahmen des 1. HAYEK Colloquiums, das von
8. bis 10. September 2011 im Hotel "Edelweiss & Gurgl" in Obergurgl
(Ötztal/Tirol) stattfand, diskutierten rund 40 hochrangige Vertreter
aus Wissenschaft, Politik, Medien und Wirtschaft die aktuelle Krise
des Wohlfahrtsstaates sowie der europäischen Einheitswährung. Unter
den Gästen befanden sich der ehemalige bayerische Ministerpräsident
und nunmehrige EU-Berater für Bürokratieabbau Edmund Stoiber, der
Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft Joachim
Starbatty sowie der Direktor der Schweizer Denkfabrik Avenir Suisse
Gerhard Schwarz. Dank des durchschlagenden Erfolges soll das HAYEK
Colloquium zur Institution werden und schon im kommenden Jahr seine
Fortsetzung finden.
Nicht weniger als die Zukunft Europas, seiner Sozialstaaten und
der gemeinsamen Währung stand beim ersten HAYEK Colloquium, das
vergangenes Wochenende in Obergurgl stattfand, im Mittelpunkt
hochkarätiger Gesprächsrunden. Obergurgl und das Ötztal haben den
Beweis erbracht, dass die Region nicht nur erstklassiges Urlaubsziel,
sondern auch fruchtbarer Boden für hochkarätige
Wirtschaftsdiskussionen ist. Erstmals trafen sich namhafte
europäische Wirtschaftswissenschafter, Politiker und Publizisten im
Tiroler Ötztal, um auf den Spuren des weltberühmten österreichischen
Ökonomen und Nobelpreisträgers August Friedrich von Hayek
brandaktuelle Fragen, wie eben die Eurokrise, zu diskutieren.
Die Wahl des Austragungsortes fiel nicht zufällig auf Obergurgl im
hinteren Ötztal. Hayek verbrachte hier, im Hotel "Edelweiss & Gurgl",
über 30 Jahre lang seinen Sommerurlaub. Im Zirbenwald unweit des
Hotels verfasste er sein berühmtestes Werk "Die Verfassung der
Freiheit", das ihm später den Nobelpreis einbringen sollte. Der
gemeinsame Ausflug aller Colloquiums-Teilnehmer zum besagten Stein,
den mittlerweile eine Gedenktafel ziert, war daher auch einer der
emotionalen Höhepunkte des Wochenendes.
Weniger emotional, dafür rational-analytisch war die Atmosphäre im
Zuge der "ordnungsphilosophischen Gespräche", im Rahmen derer die
Vertreter bekannter liberaler Denkschulen, wie Michael Wohlgemuth vom
Walter Eucken Institut, Robert Nef vom Liberalen Institut in Zürich
sowie der bekannte Mannheimer Ökonom Roland Vaubel, die aktuelle
Wirtschaftslage diskutierten. Einer der vielen "Stargäste" war
Joachim Starbatty von der Aktionsgemeinschaft Soziale
Marktwirtschaft, der mit seiner Klage gegen die Beteiligung der
Bundesrepublik am Euro-Rettungsschirm für weltweites Aufsehen sorgte.
Der gefragte Wirtschaftswissenschafter zeigte sich vom HAYEK
Colloquium begeistert un dließ mit seiner Warnung an den Euro-Raum
aufhorchen: "Entweder die Eurozone schrumpft sich gesund oder der
Euro platzt." Auch der Direktor der einflussreichen Schweizer
Denkfabrik "Avenir Suisse", Gerhard Schwarz, war vom, in doppelter
Hinsicht, hohen Niveau der Veranstaltung beeindruckt: "Es gibt hier
so etwas wie einen genius loci, das wurde beim Spaziergang in den
Zirbenwald, wo Hayek sein berühmtestes Werk verfasst hat, deutlich.
Manchmal muss man eben hoch steigen, um weit blicken zu können. Und
genau das bietet Obergurgl in ganz hervorragender Weise."
Natürlich durften bei den Gesprächen um die wirtschaftliche
Zukunft Europas die Vertreter der Politik nicht fehlen. Der ehemalige
bayerische Ministerpräsident undnunmehrige EU-Berater für
Bürokratieabbau Edmund Stoiber eröffnete das HAYEK Colloquium mit
einer mitreißenden Rede zur aktuellen Eurokrise, in der er der
versammelten liberalen Elite widersprach und den Euro verteidigte:
"Wenn die Eurokrise nicht erfolgreich und dauerhaft demokratisch
gemeistert wird, dann scheitert nicht nur eine gemeinsame Währung.
Dann scheitert viel mehr, dann scheitert Europa." Zudem wohnten der
ehemalige bayerische Staatsminister Peter M. Schmidhuber, Tirols
Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg, Nationalratsabgeordneter Franz
Hörl und Söldens Bürgermeister Ernst Schöpf dem Colloquium bei.
Die Veranstalter des ersten HAYEK Colloquiums sahen den Erfolg der
Auftaktveranstaltung als Bestätigung dafür, den hochkarätigen
Wirtschaftsgipfel zur Institution zu machen. Gerd Habermann, Direktor
der Berliner Hayek-Stiftung, will Obergurgl auch im 2012 wieder
besuchen: "Ich denke, es ist ein sehr guter erster Anlauf, hier an
einem sehr exklusiven Ort eine Reihe von interessanten
Persönlichkeiten zusammenzubringen. Und entsprechend der
geografischen Höhe war es auch ein intellektueller Höhenflug. Die
Veranstaltung hat noch sehr viel Potenzial und ich bin überzeugt,
dass wir das HAYEK Colloquium nach diesem geglückten Start Schritt
für Schritt zu einer Dauereinrichtung im Ötztal machen können."
Gastgeber Lukas Scheiber vom Hotel Edelweiss & Gurgl ist begeistert
von der Idee, künftig einen ganzen Kreis von Hayek-Jüngern als
Stammgäste zu gewinnen: "Ich bin mir sicher, dass wir mit dieser
Veranstaltung den ersten Schritt auf einem langen gemeinsamen Weg
gesetzt haben." Auch Michael Brandl von der Tirol Werbung will
weiterhin als Partner des HAYEK Colloquiums fungieren: "Das
Colloquium gibt uns die Chance, einer internationalen Öffentlichkeit
zu zeigen, dass Tirol nicht nur ein wunderbares Urlaubsland ist,
sondern eben auch eine hohe Wissenschaftstradition aufweist." Seitens
der Bank Austria erklärten Martin Anker und Markus Sappl, dass ihr
Institut auch in Zukunft als Sponsor fungieren will: "Es ist für uns
selbstverständlich, Vordenken und Querdenken zu fordern und zu
fördern - sowohl innerhalb unseres eigenen Unternehmens als auch in
unserem gesellschaftlichen Umfeld."
Zusammenfassend zieht Thomas Weninger, Geschäftsführer von
pro.media kommunikation und Organisationskoordinator hinter dem 1.
HAYEK Colloquium, zufrieden Bilanz: "Der Erfolg der Erstveranstaltung
hat sämtliche Erwartungen übertroffen - diese wirtschaftsorientierte
Initiative ist gekommen, um zu bleiben und kann institutionalisierten
Charakter erhalten!"
Noch bevor die letzten Gäste, dank Transfer-Partner Denzel
Unterberger, sicher und komfortabel ihren Heimweg antraten, stand für
die Organisatoren fest: Das HAYEK Colloquium wird 2012 seine
Fortsetzung finden.
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