OTS0143   13. Sept. 2011, 12:06

Brauner: "Weiterbildung ist das Um und Auf für den Wirtschaftsstandort Wien"

Start ins Wiener Aus- und Weiterbildungsjahr 2011/2012 - Tausend neue Lehrstellen in den Wiener Lehrwerkstätten


Im September beginnt nicht nur die Schule, sondern
startet auch das neue Aus- und Weiterbildungsjahr. "Wien verfügt mit
dem Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) über eine
österreichweit einzigartige Institution, die aktuell 36.000
WienerInnen zielgerichtet bei ihrem beruflichen Fortkommen
unterstützt. Es geht mir darum, dass wir noch mehr Menschen dazu
motivieren, sich weiterzubilden und alle Chancen für eine
Höherqualifizierung wahrzunehmen. Ob im schulischen Bereich, in der
Lehre, auf den Universitäten - Weiterbildung und Qualifikation der
MitarbeiterInnen ist das Um und Auf für einen modernen
Wirtschaftsstandort. Wir werden mit einem eigenen Wiener
Qualifikationsplan nach einer eingehenden Analyse unsere Bemühungen
in diesem Bereich verstärken", so Vizebürgermeisterin Wirtschafts-
und Finanzstadträtin Mag.a Renate Brauner im Rahmen des
Mediengesprächs des Bürgermeisters. "Ein Hauptziel ist die
Berücksichtigung von Personen mit geringen Formalqualifikationen.
Denn alle Studien bestätigen: Wer eine bessere Ausbildung hat, ist
seltener von Arbeitslosigkeit betroffen", betonte Brauner. Zudem
stelle der Qualifikationsplan eine Antwort auf den absehbaren
Fachkräftemangel dar.

"Auch wenn die Beschäftigung kontinuierlich wächst: Die Lage am
Arbeitsmarkt ist nach wie vor schwierig, die Krise ist nicht vorüber.
Genau deshalb lässt Wien bei der Unterstützung der Menschen nicht
nach. Auch 2011/2012 steht die Qualifizierung und Weiterbildung im
Zentrum der kommunalen Arbeitsmarktpolitik", unterstrich Brauner. Im
Ausbildungsjahr 2011/2012 konzentrieren sich die Stadt Wien und der
waff auf folgende Schwerpunkte:

- die Unterstützung Berufstätiger durch das Beratungszentrum für
Beruf und Weiterbildung
- die Unterstützung Jugendlicher durch die Wiener
Ausbildungsgarantie
- die Forcierung der Ausbildung in zukunftsträchtigen Berufen

Weiterkommen im Beruf - das waff-Beratungszentrum für Beruf und
Weiterbildung

Das Beratungszentrum für Beruf und Weiterbildung ist eine
Anlaufstelle für alle beschäftigten WienerInnen, die Fragen rund um
Beruf und Weiterbildung haben. Folgende Angebote können im
Beratungszentrum in Anspruch genommen werden:

- Information: Der waff bietet eine Übersicht über Möglichkeiten,
sich beruflich weiterzuentwickeln. Ein wichtiges Tool ist dabei die
Website www.weiterbildung.at. Die Weiterbildungsinformation ist ein
ideales Recherchetool mit Suchmöglichkeit nach mehr als 15.000
berufsbezogenen Kursangeboten. 5.500 Personen nutzen dieses Angebot
monatlich.
- Beratung: Die erfahrenen und kompetenten BeraterInnen des waff
bieten Unterstützung bei der Entwicklung der eigenen Berufs- und
Weiterbildungspläne. Gemeinsam mit den KundInnen wird erörtert, ob
und welche Weiterbildungsschritte sinnvoll und zielführend sind.
- Förderung: Wenn Weiterbildungsmaßnahmen für die berufliche
Weiterentwicklung notwendig sind, können die KundInnen auch
finanzielle Unterstützung lukrieren. Je nach Programm können - wenn
umfangreiche Weiterbildungsmaßnahmen notwendig sind - bis zu 3.700
Euro zur Verfügung gestellt werden.

Besondere Unterstützung und Förderung erhalten Zielgruppen, die es
am Arbeitsmarkt nicht so leicht haben, dazu gehören insbesondere
WiedereinsteigerInnen, MigrantInnen und ältere ArbeitnehmerInnen.
"2011 werden im Beratungszentrum rund 17.000 neue KundInnen betreut,
14,2 Millionen Euro stehen für die Unterstützung der Wiener
Beschäftigten zur Verfügung," so Vizebürgermeisterin Brauner. Das
Beratungszentrum für Beruf und Weiterbildung hat sich in den
vergangenen Jahren bei den WienerInnen als kompetente Anlaufstelle
etabliert, die Anzahl der KundInnen ist permanent angewachsen. Auch
heuer ist wieder eine deutliche Steigerung feststellbar: Bis 31.
August des Jahres gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der
Zahl der neuen KundInnen um über sieben Prozent.

Schwerpunkte des Beratungszentrums für Beruf und Weiterbildung

Bessere Chancen durch formale Bildungsabschlüsse
Ein guter Bildungsabschluss erleichtert die Integration in den
Arbeitsmarkt. Wer besser ausgebildet ist, wird seltener arbeitslos.
Über die Hälfte aller Arbeitslosen in Wien verfügen maximal über
einen Pflichtschulabschluss. Darum ist es von höchster Bedeutung, das
Nachholen von Bildungsabschlüssen speziell zu unterstützen. "Der waff
fördert beispielsweise das Nachholen von Lehrabschlüssen bzw. das
Absolvieren der Berufsreifeprüfung, die auch den Beginn eines
Studiums ermöglicht", erklärte Brauner. Im Jahr 2011 unterstützt der
waff fast 550 WienerInnen beim Nachholen des Lehrabschlusses, womit
die Unterstützten einen wichtigen Schritt hin zu einer Formalisierung
des Bildungsabschlusses tätigen. Darüber hinaus absolvieren mit
Unterstützung des waff rund 1.050 WienerInnen die Berufsreifeprüfung.

Frauen und WiedereinsteigerInnen
Der waff bietet dafür konkrete Unterstützung an: Ein wichtiger
Baustein ist das Programm für WiedereinsteigerInnen und
BerufseinsteigerInnen nach Betreuungspflichten. Der waff unterstützt
bei der Planung des Aus- und Wiedereinstiegs, fördert bei
Weiterbildung in der Karenz und hilft bei der aktiven Arbeitssuche.
Berufstätige Frauen, die sich eine neue berufliche Perspektive
aufbauen wollen oder müssen, erhalten ebenfalls kompetente Beratung,
wie sie ihre Berufsziele erreichen können und je nach Bedarf
Weiterbildungsförderungen bis maximal 3.700 Euro.

Umfassende Förderung durch das Bildungskonto
Für alle Wiener ArbeitnehmerInnen gibt es das Weiterbildungskonto.
Einfach und unbürokratisch können für berufsbezogene
Weiterbildungsmaßnahmen Förderungen bis maximal 450 Euro in Anspruch
genommen werden. Bis Ende August haben über 4.200 WienerInnen diese
Förderung genutzt.

Unterstützung für Neu Zugewanderte
Im Rahmen der Niederlassungsbegleitung "StartWien" bietet der waff
neu Zugewanderten die sogenannte Muttersprachliche
Berufserstinformation an. Dabei erhalten neu Zugewanderte
grundlegende Informationen zum Wiener Arbeitsmarkt in 20 Sprachen.
Das Angebot wurde heuer bereits von knapp 400 Personen in Anspruch
genommen. Unter einem Dach mit dem waff Beratungszentrum ist
"Perspektive" - die Anerkennungs- und Weiterbildungsberatungsstelle
für Asylberechtigte und NeuzuwanderInnen des Beratungszentrums für
MigrantInnen angesiedelt. Das Team von Perspektive bietet Beratung
und Begleitung beim oftmals langwierigen Prozess der Nostrifikation
(der Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen und
Ausbildungsgraden).

Tausend neue Lehrstellen - die Wiener Ausbildungsgarantie wird
fortgesetzt

Der Start ins neue Schuljahr bedeutet auch den Beginn des neuen
Lehrjahrs. Mit der Wiener Ausbildungsgarantie unterstützt die Stadt
Wien gemeinsam mit dem AMS die jungen WienerInnen beim Schritt von
der Schule in den Beruf. Zentraler Baustein der Wiener
Ausbildungsgarantie ist die überbetriebliche Lehrausbildung. Im
September starten die neuen Ausbildungslehrgänge: 1.000 junge
WienerInnen befinden sich soeben in den vorgeschalteten
Berufsorientierungs- und Coachingkursen bzw. beginnen mit der
Lehrausbildung. "Wir gehen 2011/2012 ins vierte Jahr der
überbetrieblichen Ausbildung und sind stolz darauf. Auch heuer bieten
die überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen den jungen WienerInnen
eine vollwertige Lehrausbildung in über 30 Berufen, in anderen
Bundesländern ist die Berufswahl wesentlich eingeschränkter", so
Brauner.

Positive Erfahrungen gibt es mit der verstärkten
Vermittlungsorientierung der überbetrieblichen Lehrausbildung:
Jugendliche werden seit vergangenem Jahr besonders dabei unterstützt,
während der Lehre auf betriebliche Lehrstellen zu wechseln. Der
Vorteil dabei ist die verstärkte Praxisorientierung und die
Möglichkeit, nach Ausbildungsende vom Betrieb übernommen zu werden.
Derzeit wechselt ein Viertel der Jugendlichen im ersten
Ausbildungsjahr in einen Betrieb.

Neue Jobchancen mit dem waff - Offene Stellen im Pflege- und Sozial-
sowie im IT-Bereich

Die Beschäftigung in Wien wächst kräftig, vor allem im Pflege- und
Sozialbereich sowie in den Informations- und
Kommunikationstechnik-Berufen. Deshalb unterstützt die Stadt Wien
insbesondere in diesen Bereichen die Auswahl und Qualifizierung von
Wiener ArbeitnehmerInnen.

- Ausbildung mit Jobgarantie: Der waff sucht laufend WienerInnen,
die eine Ausbildung mit Jobgarantie als HeimhelferInnen und
diplomierte Gesundheits- und KrankenpflegerInnen absolvieren möchten.
Die Jobs sind vor allem für Berufsum- und WiedereinsteigerInnen
geeignet. Wer die Ausbildung in Angriff nehmen darf, hat eine
Anstellung fix in der Tasche.
- Jobs in der Nachmittagsbetreuung: Da Wien auf ein hervorragend
ausgebautes Netz in der Nachmittagsbetreuung verweisen kann, gibt es
in diesem Feld ständig Jobmöglichkeiten: Insbesondere Jugend- und
KinderbetreuerInnen sind gefragt. Derzeit bietet der waff 50
Ausbildungsplätze und auch für diese Jobs gilt: Wer den
Aufnahmeprozess erfolgreich durchläuft, hat einen fixen Job.
- IT-Profis gesucht: In Kooperation mit der Wirtschaftsagentur Wien
sucht der waff derzeit an die 40 IT-Profis (ProgrammiererInnen,
SoftwareentwicklerInnen, etc.).

Nähere Informationen erhalten Interessierte beim waff
Personalfinder (Internet: www.personalfinder.at;
www.facebook.com/waff.personalfinder) bzw. unter der
waff-Service-Nummer 21748 - 777.

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Mediensprecher Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner
Tel.: 01/4000-81845
E-Mail: wolfgang.hassler@wien.gv.at

Mag. Klaus Kienesberger
Mediensprecher Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff)
Tel.: 01/217 48 318
E-Mail: klaus.kienesberger@waff.at

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