• 09.09.2011, 11:44:15
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Öllinger: Brauner Chefideologe als Chef vom Dienst bei Magazin

Grüne fordern Konsequenzen von öffentlichen Stellen

Wien (OTS) - "Es muss Konsequenzen von öffentlichen Stellen
geben", fordert Karl Öllinger, Abgeordneter der Grünen, bezüglich der
bekanntgewordenen Rechtsextremen-Dichte bei der Moser-Medien-Gruppe.
Bis vor kurzem war unter anderem Andreas Thierry, der in den 90ern
wegen Wiederbetätigung verurteilt wurde, sogar als Chef vom Dienst
bei "Wels im Bild", einem Blatt des Verlags, tätig. Andreas Thierry
hat sich nach seiner Verurteilung nach Deutschland abgesetzt und war
zwischen 2009 und 2010 im Bundesvorstand der NPD tätig, wie auf
www.stopptdierechten.at zu lesen ist. Seit wenigen Monaten ist er bei
dem oberösterreichischen Verlag untergekommen, wo er bis zuletzt
unter falschem Namen als Chef vom Dienst fungierte. Thierry hat vor
20 Jahren gemeinsam mit damaligen Neonazis und HC Strache an den
Wehrsportübungen teilgenommen, die der österreichischen
Öffentlichkeit als "Paintball-Affäre" bekannt geworden sind.

Obwohl Andreas Thierry mittlerweile gekündigt wurde, fordert Öllinger
jetzt weitere Schritte: "Der Chef der Moser-Medien-Gruppe, die nicht
zu verwechseln ist mit der Moser-Medien-Holding, hat neben Herrn
Thierry noch zwei anderen bekannten Rechtsextremen eine Möglichkeit
zur Resozialisierung in seinem Verlag gegeben. Schön und gut, aber
wie kann es sein, dass man Thierry, der vor kurzem noch Chef des
Neonazi-Blattes "Volk in Bewegung" war, als Chef vom Dienst arbeiten
lässt?", fragt Öllinger und ergänzt: "Da ist Feuer am Dach. Vor
allem, weil in Publikationen des Verlags rassistische und rechte
Inhalte auftauchen - wie das Mauthausen-Komitee heute in einer
Aussendung bekanntgegeben hat. Wie will der Verlag das rechtfertigen?
Einer der Rechtsextremen hat noch im Vorjahr bei einer Tagung der AFP
teilgenommen, wo es um "nationale Jugendarbeit" gegangen ist - ein
Treffen von Neonazis und Ewiggestrigen", zeigt sich Öllinger empört.
"Öffentliche stellen, die Geschäfte mir der Moser-Medien-Gruppe
machen, müssen sich etwas überlegen", fordert Öllinger und kündigt
an, eine parlamentarische Anfrage in dieser Causa an das Innenressort
und das Verteidigungsministerium zu stellen.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:presse@gruene.at

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