• 09.09.2011, 11:38:49
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Sima: Wiener Programm für Rohrnetzerneuerung voll in Gang

Modernste Methoden für sichere Versorgung mit glasklarem Hochquellwasser

Wien (OTS) - Die Offensive zur flächendeckenden Erneuerung von
Rohrnetzen geht mit Riesenschritten voran. "Damit kann auch künftig
garantiert werden, dass die Wiener Haushalte mit Top-Trinkwasser aus
den Alpen versorgt werden", sagt Umweltstadträtin Ulli Sima.
Insgesamt investiert die Stadt Wien pro Jahr rund 30 Millionen Euro
in Neubau, Erneuerung und Instandhaltung des Wasserrohrnetzes und
setzt dabei auf das Sechs-Säulen-Programm. Das ist ein System der
Zukunft und hat sich bereits jetzt als Erfolgsmodell herausgestellt.

Nachdem erst kürzlich sieben Projekte in sechs Wiener
Gemeindebezirken in der Höhe von 4,4 Millionen Euro umgesetzt wurden,
steht auf der Tagesordnung des Gemeinderatsausschusses für Umwelt
auch heute wieder ein umfassendes Paket zur Rohrnetzsanierung.
"Weitere rund vier Millionen Euro fließen in folgende Projekte",
erklärt Gemeinderat Gerhard Spitzer:
- Wieden: im Bereich Mommsengasse, Argentinierstraße, Schelleingasse
- Favoriten: Burgenlandgasse von Palisagasse bis Oppenheimweg und
Oppenheimweg von Burgenlandgasse bis Geißfußgasse
- Favoriten: Bergtaidingweg von Ada-Christen-Gasse bis
Alma-Rose-Gasse
- Döbling: Bereich Rudolf-Kassner-Gasse
- Döbling: Kaasgrabengasse von Leopold-Steiner-Gasse bis
Stefan-Esders-Platz

Sechs Säulen für die Zukunft

Basierend auf modernen Managementmethoden, computergestützten
Überwachungssystemen und innovativen Bauverfahren sorgt das neue
Programm dafür, dass Wiens einzigartige Wasserversorgung auch in den
kommenden Jahrzehnten in unverändert hoher Qualität gesichert ist.
Wien wird über zwei Hochquellenleitungen täglich mit frischem Wasser
versorgt. Durch seine Herkunft und die sorgfältige Kontrolle ist die
Wasserqualität in Wien im nationalen und internationalen Vergleich
hervorragend. Die Wiener Wasserwerke erweitern ständig ihr
technisches Know-How und zählen heute auch international zu den
renommiertesten Wasserversorgungsunternehmen. Das
Sechs-Säulen-Programm hilft, den Zustand der Rohre noch exakter zu
überwachen und mögliche Risikofaktoren abzuschätzen.

Säule 1 - Netzinformationssystem (NIS)

Das Netzinformationssystem (NIS) ist die Basis für die Wiener
Wasserrohrnetz-Offensive. Es verwaltet exakte Pläne mit Lage,
Durchmesser, Material, Druckzone, Baujahr und den technischen Zustand
aller verlegten Rohre. Der Zustand und die Nutzungsdauer eines Rohres
hängen allerdings nicht nur vom Material selbst ab, sondern von
unterschiedlichsten Einflüssen wie etwa Verkehrsbelastungen, deren
Auswirkungen jedes Mal individuell untersucht und festgestellt werden
müssen.

Säule 2 - Früherkennung durch laufende Überwachung

Gezielte "Lauschangriffe" auf die Rohre zur akustischen
Überprüfung auf so genannte Austrittsgeräusche gewährleisten, dass
Rohrschäden frühzeitig erkannt und behoben werden können. Im Zuge der
Wiener Wasserrohrnetz-Offensive werden Geräusch- und
Mengenüberwachungssysteme im Stadtgebiet verstärkt eingesetzt.

Säule 3 - Pipe Rehabilitation Management (PiRem)

Das Pipe Rehabilitation Management (PiRem) ist ein EDV-Tool am
neuesten Stand der Technik. Es macht anhand eines mathematischen
Modells die Einflüsse, die die Alterung beziehungsweise typische
Schäden der Rohre beeinflussen, sichtbar. Damit können drohende
Rohrdefekte rechtzeitig erkannt werden. Das PiRem ist entscheidend
für eine gezielte Planung der Investitionen in das Wiener
Wasserrohrnetz.

Säule 4 - Forcierung grabenloser Bautechniken (NoDig-Verfahren)

Der Einsatz der jungen, aber bewährten Technologie des
NoDig-Verfahrens stellt einen wichtigen Punkt in der Wiener
Wasserrohrnetz-Offensive dar. Diese Bautechnik vermindert den
Grabungs- und Zeitaufwand und damit den Einsatz von natürlichen
Ressourcen und den Baustellenverkehr.

Säule 5 - Synergieeffekte durch akkordierte Baumaßnahmen

Diese Säule beruht auf ständiger Kommunikation und laufendem
Informationsaustausch mit unterschiedlichen Bauträgern, wie zum
Beispiel Wien Energie und Wien Kanal. Das spart Geld, verkürzt die
Baustellendauer und verringert die negativen Auswirkungen auf Umwelt
und Verkehrsfluss.

Säule 6 Prioritätenreihung nach Hauptverkehrsstraßen

Es ist wissenschaftlich belegt, dass Erschütterungen durch den
Verkehr ein häufiger Auslöser von frühzeitigen Rohrschäden sind.
"Diese sechs Säulen der Wiener Wasserrohrnetz-Offensive
gewährleisten, dass die Wiener Wasserwerke auch in Zukunft für eine
hundertprozentige Wasserversorgung von Wien stehen. Jede einzelne
Maßnahme sorgt dafür, dass das quellfrische Trinkwasser sicher zu den
Wienerinnen und Wienern nach Hause geliefert wird. Das Gesamtprogramm
garantiert, dass das auf Ressourcen sparende und effiziente Weise
geschieht", erklärt Wolfgang Zerobin, Betriebsvorstand der Wiener
Wasserwerke.

Wiener Wasser kommt auch in Zukunft gut an

Ganz Wien wird flächendeckend mit glasklarem Hochquellwasser
versorgt. Damit das auch so bleibt, pflegen und überprüfen rund 160
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wiener Wasserwerke 365 Tage im
Jahr das mehr als 3.000 Kilometer lange Wiener Rohrnetz. Die
erfolgreiche Arbeit der Wiener Wasserwerke zielt darauf ab, größere
oder häufigere Schäden erst gar nicht entstehen zu lassen.

Rückfragehinweis:
Marlene Auer
Mediensprecherin Umweltstadträtin Mag. Sima
Tel.: +43 1 4000 81359, Mobil: +43 676 8118 81 359
E-Mail: [email protected]
www.ullisima.at

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