• 09.09.2011, 08:18:19
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Erste Hilfe für notleidende Zootiere in Tripolis

VIER PFOTEN Noteinsatz-Team versorgt Tiere im Bürgerkriegsgebiet in Libyen

Wien (OTS) - Das Noteinsatz-Team der internationalen
Tierschutzorganisation VIER PFOTEN ist als erste Hilfsgruppe in
Tripolis angekommen. Sie folgen dem Hilferuf nach internationaler
Unterstützung, um den Tieren im Zoo von Tripolis zu helfen, die sich
zu Zeiten des Bürgerkriegs in akuter Not befinden: Durch die
anhaltenden Konflikte sind sie vollkommen vernachlässigt und
traumatisiert.

Jüngste Medienberichte zeigten völlig lethargische Zootiere, die
unter akutem Wasser- und Futtermangel leiden. Die engagierten
Spezialisten von VIER PFOTEN werden mit verschiedenen anderen
Organisationen und vielen Freiwilligen zusammenarbeiten, um ein
Versorgungssystem der Tiere mit Wasser, Nahrung und medizinischer
Betreuung aufzubauen.

Die Unruhen in Libyen toben bereits seit Anfang des Jahres. Als
die Rebellen immer näher rückten und Tripolis schließlich
einkesselten, geriet der Zoo immer mehr ins Hintertreffen, und seine
Bewohner in Vergessenheit.

"Zunächst haben wir uns einen genauen Überblick über den Zustand
eines jeden einzelnen Tieres verschafft, um festzustellen, was sie
jetzt brauchen", sagt Dr. Amir Khalil, Leiter des VIER PFOTEN
Noteinsatz-Trupps. Er und sein Team begutachteten gestern bereits 18
Löwen, vier Tiger und fünf Braunbären, um zu bestimmen, was sie an
Impfungen, medizinischer Versorgung sowie Wasser und Futter
benötigen.

"Heute konzentrieren wir uns auf die Impfung der Großkatzen und
richten ein Fütterungssystem ein. Ganz dringend müssen wir auch eine
Quelle für geeignetes Futter für die Antilopen finden", berichtet Dr.
Khalil.

In den nächsten Tagen wird das VIER PFOTEN Team ein rund
einmonatiges Hilfsprogramm aufbauen, um die Versorgung der Tiere auch
weiterhin zu gewährleisten.

VIER PFOTEN braucht dringend Unterstützung, um diesen Kriegsopfern
zu helfen", appelliert Dr. Khalil. "Sie haben keine Möglichkeit, sich
selbst in Sicherheit zu begeben oder in einem anderen Land Zuflucht
zu suchen - sie sind in Käfigen eingesperrt, hilflos ausgeliefert und
sie erleiden große Qualen und Angst." Während des Interviews sieht
man einen jungen Tiger im Hintergrund, der aus Hunger und
Verzweiflung an seinem eigenen Schwanz kaut - was die Dringlichkeit
des Appells auf tragische Art verdeutlicht.

Immer wieder hilft VIER PFOTEN leidenden Tieren im Nahen Osten -
so zum Beispiel hunderten Kamelen, Pferden und anderen Tieren, die
während der Ägyptenkrise am Anfang des Jahres von ihren Besitzern
nicht mehr versorgt werden konnten und mit der Hilfe von VIER PFOTEN
vor einem sicheren, grausamen Tod bewahrt werden konnten.

Rückfragehinweis:
Robert Hengl, Mobil: 0699/1941 3446

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